Eine neue europäische Republik

Shownotes

In ihrem neuen Buch rechnet die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Guerot mit der EU ab und entwirft die Idee einer neuen Republik.

·»Die EU und ihre Nationalstaaten wurden immer undemokratischer, immer technokratischer, immer autoritärer.« Das schreibt die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Guérot in ihrem neuen Buch »Endlich Europa – Wie die europäische Republik wahr wurde«. Der Titel bezieht sich auf eine Art Abrechnung mit der EU aus dem Jahr 2017, die Guerot ebenfalls als Buch veröffentlicht hat. Zehn Jahre später formuliert sie eine Art Utopie, in der sie sich eine Republik erträumt, die den Menschen mehr dient als die bisherige Europäische Union. Diese sei laut Guerot ohnehin ein »kompletter Betrug am europäischen Bürger«.

Europa liegt Guerot publizistisch sehr am Herzen. In unserem Gespräch wird jedoch auch deutlich, dass ein Teil ihrer Faszination für Europa in ihrer bewegten Biografie liegt, die deutliche Spuren des Krieges trägt.

Neben ihrer konkreten Vorstellung einer neuen Republik, die den Menschen mehr Selbstbestimmung, mehr Freiheit und mehr demokratische Mitsprache ermöglichen würde, blickt Guerot auch auf die Vergangenheit der EU zurück. In ihrem Buch bezeichnet sie diesen Rückblick als das »härteste Kapitel«. Darin dechiffriert sie einige der zentralen, meist zum eigenen Vorteil umgedeuteten und verklärteten Narrative der transatlantischen Allianz.

Mit Blick auf den langjährigen Ukrainekrieg und die stetig verschlechterte Beziehung zwischen der EU und Russland macht sich Ulrike Guerot ernsthafte Sorgen um die Zukunft und den Frieden Europas. Denn angesichts der vielen besonderen Landschaften, Städte, Traditionen und Menschen haben wir laut Guerot »als Europäer viel zu verlieren«.

Artikel und Video: www.barucker.press
Das neue Buch: https://www.buchkomplizen.de/endlich-europa.html

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© 2026 Bastian Barucker

Transkript anzeigen

00:00:00: Denn Sie wissen nicht, was sie tun.

00:00:01: Ich weiß es genauer.

00:00:02: die Situation!

00:00:03: Das ist ja so ein Männerding da, keiner will bremsen um nicht feige zu sein und dann fliegen sie beide über den Abgrund.

00:00:09: Wir sind genau da Auch jetzt hier mit Ukraine.

00:00:12: keine gesichtswahrende Lösung.

00:00:13: Ich will doch nicht feige sein, aha!

00:00:15: Ich raste lieber der wird schon bremsen.

00:00:17: ja das ist was wir machen denn sie wissen nicht was die tun.

00:00:20: da sind wie als europäer.

00:00:22: davor habe ich eine große große angst.

00:00:24: dieses gespräch ist nur dank ihnen möglich.

00:00:26: für weitere gespräche brauche ich ihre unterstützung in form von spenden und inform von reichweitenvergrößeren durch abos liken kommentieren und dass teilen dieser inhalte.

00:00:38: vielen dank.

00:00:44: Herzlich willkommen, Ulrike Gero.

00:00:46: Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für Gesprächen nehmen.

00:00:49: Ich freue mich jetzt so sein!

00:00:51: Ich stelle sie kurz vor.

00:00:52: Sie sind Politikwissenschaftlerin, Professorin und Publizistin mit Schwerpunkten im Bereich Europa und Demokratie – genau darum bis heute auch gehen um beides.

00:01:01: Im Jahr zu Jahrzehnten erschien ihr Buch, warum Europa eine Republik werden muss.

00:01:05: Das liegt ja auf dem Tisch!

00:01:07: Das ist zehn Jahre her und im Jahr zw.

00:01:10: erschien unter anderem das Buch Endspiel-Europa.

00:01:13: Darin hieß es... Ich zitiere mal die Demokratie ist kaputt und die EU verläuft sich in einen Krieg.

00:01:22: Sie haben ein neues Buch geschrieben, ich liege das noch nicht hier.

00:01:24: Das ist gerade dabei auf die Welt zu kommen sozusagen.

00:01:27: Es trägt den Titel Endlich Europa wie die Europäische Republik war wurde also angeknüpft an den Titeln von vor zehn Jahren.

00:01:35: Das Buch spielt größtenteils in der Zukunft und beschreibt die Möglichkeit einer europäischen Republik.

00:01:41: Darüber soll es darüber mit Ihnen sprechen.

00:01:43: Also wir haben uns auch schon im Vorgespräch gesagt es gibt EU und es gibt Europa Und es ist ganz wichtig zu differenzieren was das eigentlich is.

00:01:50: Ich hatte schon immer einen Anliegen über dieses Thema zu machen und würde gerne beginnen, weil sie ja so viele Jahre sozusagen Europa als ihr Thema auch haben.

00:02:01: Dass Sie vielleicht mal erzählen was das letztes Grundanliegen für dieses neue Buch wieder Europa?

00:02:07: Und diesmal eher mit einem potenziellen Ausblick wohin es gehen könnte.

00:02:12: Ja also danke dass Sie mich so vorstellen.

00:02:14: mit diesen ganzen Büchern und diesem man kann ja fast sagen Europafimmel würde man im Rheinland sagen Das Anliegen des jetzigen Buchs, was schon auf die Welt gekommen ist wird gerade ausgeliefert.

00:02:27: Also das Anliege ist dass ja glaube ich jeder spüren kann, dass irgendwas auf diesem Kontinent passiert.

00:02:33: also mit Europa jetzt auch mit der EU.

00:02:35: aber nehmen wir jetzt mal mit Europa.

00:02:37: Wir erleben institutionellen Verfall Das nix mehr funktioniert, egal Schulen, Gesundheitssysteme, politische Systeme.

00:02:43: Wir kriegen keine Koalition mehr hin.

00:02:45: Übrigens nicht nur in Deutschland auch im Frankreich.

00:02:47: Sozialer Protest in Frankreich ja gerade der richtig hoch kommt.

00:02:51: so also es gibt eine große gesellschaftliche Unruhe inklusive KI und Robotics Und wir nennen das jetzt schon Zeitmänner.

00:03:00: Ja Also Es wird glaube ich dass kann jeder spüren wir sind In So einem Geburtskanal und irgendwas passiert und keiner Weiß was da Jetzt Danach Kommt.

00:03:08: Und ich wollte einfach mal, wie so ein Kind was willst du werden?

00:03:12: Ja.

00:03:13: Das danach an die Wand malen damit weil ich selber die Corona Jahre über die wir uns ja auch kennengelernt haben das sind ja jetzt mal sechs Jahre, sechs fast sieben Jahre das war sehr viel dystopisch.

00:03:27: Also wir haben ja alle, jeder mit wo er sich beschäftigt hat.

00:03:30: Mit dem Bargeld und dem Fiatgeld und unsere Gesundheitssysteme und die Schulen funktionieren nicht mehr usw.

00:03:35: Es gibt ganz viele in der sogenannten Bewegung, ganz viele Leute, die sich mit unterschiedlichen Sachen beschäftigen und die alle sagen so wie es ist kann es sich weitergehen.

00:03:46: Und ich wollte eigentlich mir erlauben aus diesem dystopischen Ton mal rauszukommen um zu sagen Irgendwann wird das Peddelsrück schlagen und irgendwann wird all das, was wir gemacht haben.

00:03:56: Also wie die Bewegung.

00:03:58: Irgendwas wird da Früchte tragen also so ein bisschen auch wie Achtundsechzig.

00:04:01: Da wurde ja auch sozusagen sehr viel abgeräumt.

00:04:04: einerseits Ja?

00:04:05: Und sehr viel auch neu an gesellschaftlichen Sachen, also sexuelle Befreiungen und wass auch immer.

00:04:10: Wo der ja auch sehr viel Neu gemacht in der Gesellschaft.

00:04:13: Und aus heutiger Sicht, ich bin ja schon so alt.

00:04:15: Ich hab das ja schon erfahren die siebziger Jahre waren ja die siebtiger Jahr auch so eine richtige Aufbruchstimmung.

00:04:19: Ja auf einmal gab es Sonnenblumen auf einmal gabs Frauenbewegung auf einmal Gabs Arbeiterkinder nach oben.

00:04:26: ja Sie gesetzt hat es schon aufgebrochen und ich glaube dass wir jetzt so eine ähnliche Bewegung machen.

00:04:31: und mein Anspruch Jetzt nochmal kurz was ist mein anspruchs mit diesem buch auf ihre frage?

00:04:37: Ich möchte dass wir alle verstehen und mit allem meine ich jetzt die europäer Also die, die auf diesem europäischen Kontinent leben.

00:04:45: Dass wir durch was auch immer wie jetzt gehen nur gemeinsam auskommen!

00:04:50: Weil es gibt eine Bewegung in Europa, was hier passiert.

00:04:52: Aber ich komme gerade aus Istanbul zurück.

00:04:54: Ich habe da ne Konferenz gemacht.

00:04:55: Da waren die Leute aus China Aus Oman Aus Iran Aus Dirussen wäre auch immer Portugal-Brasilien.

00:05:00: So Die Bewegung der Welt ist längst nicht mehr hier Und die anderen gucken da irgendwie auf Europa und kratzen sich am Kopf und fragen Was machen die da?

00:05:08: Koalitionsbildung irgendwie vier Monate so.

00:05:12: Und wenn wir jetzt hier beklagen auf diesem Container, dass die EU nicht funktioniert.

00:05:17: Dass sie autoritär wird, dass sie technokratisch ist, bürokratisch, dass wir uns – was auch immer von der EU befreien müssen – alle möglichen Parteinsysteme neu machen müssen und losverfahren, dann ist meine Mission mit diesem Buch zu sagen Wir kommen aus all diesen Multikrisen in denen wir sind nur noch gemeinsam als Europäer heraus.

00:05:38: Und deswegen war halt die Idee zu sagen, ich bin jetzt mal ganz forscht.

00:05:41: Ich male für ... ... ist ja sozusagen die Projektion, haben wir also noch zwanzig Jahre Zeit, mahle ich einen europäischen Staat an die Wand verfasst als Republik und dieser Europäische Staat is das Gegenteil der heutigen EU.

00:05:54: Aber soll ein Bild sein?

00:05:57: Eigentlich ein Bild wo jeder Mal sagen kann, oh jo!

00:05:59: Also bevor ich jetzt nochmal in die Dystopie gehe und mir angucke wie schlimm alles ist mit Frau von der Leyen Denk doch mal über die Zukunft nach.

00:06:09: Das ist ja ein bisschen erinnert mich gerade an den kleinen Prinzen, der die Leute inspiriert.

00:06:12: Wie schön es sein könnte und was nicht alles sein könnte?

00:06:16: Was ist denn vielleicht ihr... Sie haben ja gerade von Zimmel gesprochen, Europa-Zimmel.

00:06:20: Wie ist der entstanden?

00:06:21: also wie wir... Warum ist das Ihnen so wichtiges Thema?

00:06:24: können sie das sagen?

00:06:25: Ich glaube Ja!

00:06:26: Also erstmal komme ich aus einer kriegstraumatisierten Familie und zwar auf beiden Seiten meiner Eltern.

00:06:33: Wütterlicherseits ist die Familie fünfundvierzig vor den Russen geflohen aus Schlesien.

00:06:39: Ich darf vermuten, dass die beiden älteren Schwester meiner Mutter vergewaltigt worden sind vielleicht sogar von ihren Augen.

00:06:45: dann sind sie nach Sachsen haben in Delitz neun Jahre gewohnt also in der damaligen sovietzone und oder wie hieß das besatzungszone spz.

00:06:55: und eigentlich hatte meine mutter da ihre glücklichste zeit weil die war ja arbeiterkind die durfte auf die schule.

00:07:00: Das ist ganz interessant.

00:07:02: Dann hat aber mein Opa, der mit Ohne Beine aus dem Krieg zurückkam also mit Prothesen ... Der ist dann.

00:07:10: am siebzehn Juni hat er teilgenommen und wurde auch gekündigt weil er beim siebzen Juni für die Gegend der Erhöhung der Brotpeise demonstriert hat hatte dann auch im September dreiundfünfzig in Gerichtsverfahren wurde entlastet wurde als Nazi beschimpft ja und ist dann geflohen mit seinen Krücken.

00:07:26: Ja an die Krücken kann ich mich jetzt Ukraine und die Bilder.

00:07:30: Und wenn die Charité dann damit wirbt, wir haben die besten Prothesen für den Jungen, denke ich immer an die Prothesin von meinem Opa.

00:07:38: ja also wenn ich das mal sagen darf, dass waren so Dinger aus Holz oder irgendwie dem Kautschuk, die hat man sich geschnallt, ja?

00:07:45: Die warben also Hosenträgern befestigt und dann hatte er natürlich da noch Sogehstöcke dazu.

00:07:51: Wir haben das als Kinder nicht verstanden, die waren immer an den Sessel gelehnt.

00:07:54: Die haben wir eben natürlich dann von hinten oft so weggestohlen.

00:07:57: Da war der Opa mit seinen ... Gebt die Prothesen zurück, was soll ich damit sagen?

00:08:02: Wenn sie so aufwachsen!

00:08:04: Und meine Mutter, meine Väterlicherseits ist ja mein Vater, also meinen Großvater Wilhelm Hamelstein gefallen.

00:08:13: Und ich weiß noch dass ich in Riga war für eine Konferenz und den damaligen deutschen Botschafter gebeten habe mir das Soldatengrab zu zeigen Und ich tut mir leid, wenn ich da jetzt eine Minute verharre.

00:08:28: Es war tatsächlich das erste Mal, dass ich so einen Soldatenfriedhof gesehen habe also Gräber ohne Ende weiße Kreuze und mein Großvater Wilhelm Hamelstein Gefreiter Wilhelm Halmstein war aber in einem Massengrab.

00:08:43: und jetzt Massengrab war es im Prinzip so ne Arziges Säule ja so ein Turm und drunter.

00:08:49: dank an die deutsche Kriegsgräber für Sorge.

00:08:51: Ich hab nie verstanden was sie eigentlich für Ne Arbeit machen war so eine große Metallkiste, die konnte man aufwetterdicht.

00:08:57: Die konnte man auffmachen und da war es ein dickes Schweinsledernisbuch drin.

00:09:02: Und dann sucht man Haar-Hammelstein?

00:09:05: Ja!

00:09:06: So, und dann realisiert man zum ersten Mal – das war ja damals auch alles tabuisiert – der Opa stand halt auf der Vitrine meiner Oma mit so einem Trauerflor über der ... Von dem wurde er nicht geredet von dem Willem Hammelstein also der fehlende Opa.

00:09:21: Und dann realisiert man zum ersten Mal, ich war vierundvierzig, dass der Opa mit achtunddreißig gestorben ist.

00:09:29: Ich bin fast im Ohrmach gefallen weil sie denken ja bei Opa immer an jemanden, der irgendwie alt ist und sie realisieren in dem Moment das ihr Großvater mit acht und dreißig Jahren Da gestorben.

00:09:41: Jünger,

00:09:41: als ich selber in dem Moment war?

00:09:43: Also damit will ich nur sagen auch meine Mutter hat natürlich noch gelitten als Kriegskind.

00:09:48: Ja, ich war da ein Kriegsenkel.

00:09:50: also ich würde mal sagen selbst wenn ich jetzt nicht ummittelbar bin, aber ich habe noch viel mitbekommen ja auch Hunger oder dass die Eltern nichts wegschmeißen konnten.

00:10:01: Schimmeliges Brot wurde alles bei uns gegessen, diese Generation die Hunger hatte.

00:10:09: Vielleicht ist daraus, ich glaube ja.

00:10:11: Also so jedenfalls weiß ich genau das bei mir sehr früh der Wunsch entstanden ist.

00:10:16: Ich will Auslandskorrespondentin werden also irgendwie aus Land irgendwas mit Ausland irgendwas mit deutsch-französischen Beziehungen weil ich komme auch zum Rheinland also ist Frankreich sozusagen Parises Jahr näher am Rhein land als berlin dann natürlich mit sechzehn Siemunde Beauvoir und und dass alles nur so Albert Camus Aber auch meine Oma und das ist, glaube ich wirklich dann der Impuls gewesen.

00:10:40: Ich hatte ja früher immer gab es noch so diese Lockenstäbe und da kennen sie das wenn die... Wie auch immer, meine Omas hat mir immer diese Lockn gemacht und die war ja aus Schlesien.

00:10:48: Und diese Frau, die wirklich eine Oma war im klassischen Bilderbuch sind, grauer Dutt mit irgendwie so wo man den Teig noch geschlagen hat, so ... Die hat mir mal gesagt, die waren Adnan Fuß nach Paris gesetzt.

00:11:01: Die hat mir mal gesagt, Ulrike lerne Französisch.

00:11:03: Das ist die Sprache der Liebe und der Musik.

00:11:05: Was hat die mit fünf Jahren gesagt?

00:11:08: Und das war der Satz für mein Leben!

00:11:09: Das hab ich dann gemacht.

00:11:10: Dann kommt man natürlich, dann irgendwie lernt man Französische, kommt nach Paris, verliebt sich da herritten Franzosen... ...und dann waren ja die achtziger Jahre.

00:11:17: Und in den achtzigern Jahren war ja Europa überall.

00:11:19: Sagen wir heute vergessen.

00:11:21: De la Mitteron-Cole.

00:11:22: Europa, Europa, Europas.

00:11:24: Wir haben das schon gemacht.

00:11:27: Genscher alle.

00:11:28: Alle Und ich war in dem Moment einfach jung und achtzehn.

00:11:33: Bin dann zum Studium dahin, hab da natürlich einen Mann gefunden oder so.

00:11:38: Dann wird aus einem Satz von der Oma eine Lebensrealität.

00:11:43: Tatsächlich hat es mich bis heute nicht verlassen.

00:11:48: Sie beginnen ja in diesem Buch eher mit einem Rückblick.

00:11:51: Da geht's um die Geschichte der EU.

00:11:53: Das fand ich sehr interessant.

00:11:55: Sie sprechen auch ... Haben sie jetzt schon gesagt von einer technokratischen EU?

00:11:59: Und ich würde mal gerne bei diesem ersten Teil ein paar Sachen von Ihnen hören, die mich auch sehr interessiert haben.

00:12:05: Und zwar geht es darum – Sie schreiben selber das der erste Teil des Buches «der härteste Teil ist».

00:12:10: Das ist mein Zitat.

00:12:12: und da geht's darum dass viele geschichtliche Aspekte dieser, sie nennens glaube ich transatlantischen Allianz schlichtweg falsch sind.

00:12:21: was müsste Ihrer Meinung denn sozusagen richtig gestellt werden in dieser Geschichte damit die Menschen in Europa auf dem Sachstand sind der Geschichte, der EU.

00:12:32: Also ich muss jetzt nochmal trennen zwischen sozusagen so einer persönlichen Ambition und dem sachlichen Argument ja weil es gibt ja sagen wir mal diese wie nennen das jetzt Deutungshoheit oder Erzählungen dass wir sagen wir einmal deutsch-französische Beziehungen oder eben atlantische Beziehung oder eben Europa ist gut oder so.

00:12:49: die will ja tatsächlich erzählen in der Bundesrepublik Deutschland und die wir erzählen als Staatsräson.

00:12:55: also im Grunde kommt da keiner daran vorbei irgendwo.

00:13:00: Und erst mal nur den persönlichen Aspekt vielleicht auch noch als Nachklapp zu der letzten Frage, aber wenn sie wie ich dann in Franzosen geheiratet haben, vor maßrichter Vertrag und Sie haben in Frankreich studiert und bringen ein französisches Diplom zurück aus Parisen sehr gutes Diplomen an die Universität Bonn und hören dort als erstes Mal können Sie nicht vielleicht ein bodenständiges deutsches Diplo machen?

00:13:29: Ich war damals Steppi Niatin bei der Konadatner Stiftung und überstotz wie Oskar, dass ich am berühmten Institut die TÜT-Politik eine Diplomarbeit mit sechzehn auf zwanzig Punkte gemacht habe.

00:13:41: Und komme zurück und man sagt mir können Sie nicht ein unständiges deutsches Diploma?

00:13:47: Ja!

00:13:49: Und dann heiraten sie in Franzosen und haben da eine ganz liebe Familie und noch eine lebende Mami, sagt man also.

00:13:56: es war die Oma meines Damaligen Mannes, ja.

00:14:01: Und das Erste was die sagt ist... Warum eigentlich eine deutsche?

00:14:07: So und erst als wir Mami Das erste Kind auf den Schoß gesetzt haben war gut.

00:14:15: Stehen Sie was ich meine?

00:14:17: Ich sage es deswegen weil wir schreiben heute das Jahr zwanzigzehntzeixundzwanzig und ich rede von des erster kind war neunzeinundneunzig.

00:14:24: Wir machen uns keine Vorstellung was Kriege in Familien machen und wie sich das über bis hin zu so einer, weil von der Mami war der Mann sechs Jahre in deutscher Kriegsgefangenschaft.

00:14:36: Und dann kommt der Enkel mit nach Deutschland an.

00:14:38: Damit will ich sagen als ich dann in den Achtzigerjahren das Europathema für mich entdeckt habe sind für mich persönliche und politische und emotionale Sachen ineinander geflossen ja?

00:14:52: Und ich hab damals natürlich dadurch auch wertschätzen können dass Die Arbeit, die Genscher, Kohl, Mitteron und Juncker über die man heute so ach das war doch immer ein Projekt Amerikaner und der CIA.

00:15:03: Und es weiß man doch und war sozusagen von Anfang an irgendwie alles schlecht und eine Verschwörung und la.

00:15:09: Das sage ich ganz klar nein.

00:15:10: Ich habe vor allen Dingen in den Achtziger und Neunziger Jahren ganz viele Leute erlebt auch gekannt.

00:15:17: De Law hab' ich gekannt!

00:15:19: Kohl habe ich in der Fraktionen für damals im Bundestag gesehen.

00:15:24: Erlebt die selber Kriegskinder waren?

00:15:26: und die eine Motivation hatten, dass sie nicht alles hinbekommen haben.

00:15:30: Und das die Fehler gemacht haben aus heutiger Sicht.

00:15:33: Nicht unbedingt aus damaliger Sicht ja?

00:15:35: Und dass das Ding EU irgendwo hingegangen ist wo wir es nicht haben wollten... Das bestreite ich überhaupt nicht!

00:15:43: Aber mich heute hinzustellen und zu sagen immer war alles von Anfang schlecht, das bestrete ich weil ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass es immer Leute gab die ernsthaft an einem schönen, guten demokratischen und sozialen Europa gearbeitet haben.

00:15:58: Das war nicht die EU in der wir heute sind.

00:16:00: so das musste ich jetzt erst mal sagen.

00:16:04: Und dann kommen sie natürlich tatsächlich wird man älter vielleicht sogar ein bisschen weiser oder blickt anders auf die eigene Geschichte zurück?

00:16:15: Auf die eigene Sozialisierung.

00:16:17: wie bin ich eigentlich damals dahin gekommen und warum dahin?

00:16:19: also mit sechzig ist man rückschauffähig Also mehr als mit viertzig zum Beispiel.

00:16:26: Und deswegen ist schon wichtig, dass ich ja in den sozusagen ich selber... Als ich jünger war also sagen wir mal in den neunziger und nuller Jahren bis zu zwei tausend dreizehn ungefähr die atlantische europäische deutsch-französische Erzählung nicht in der Art infrage gestellt habe wie heute.

00:16:52: Womit hat das zu tun?

00:16:54: Erst mal, weil sie das in der Schule so lernen.

00:16:56: De Gaulle, Ardenauer und so weiter.

00:16:58: Das erzählt Ihnen ja keiner was hinter den... Also die andere Seite der Geschichte erzählt Ihnen keiner.

00:17:04: Man erzählt ihn der Elisee-Vertrag und er ist ganz toll.

00:17:07: Und jetzt haben wir ein deutsch-französisches Jugendwerk.

00:17:09: Und man erzählt ihm aber nicht dass da über Nacht irgendwie eine NATO-Präambel in diesen Vertracht geflogen ist, die wahrscheinlich von Washington telefonisch angeordnet wurde.

00:17:18: Das steht ja nicht im Schulbuch!

00:17:21: Jetzt ist halt die Frage, sollen Sie als vierzehn-, achtzehn- oder meint man noch zwanzigjährige an der Uni?

00:17:27: Sollen sie Ihren Schulbüchern nicht glauben.

00:17:30: Erst mal nicht!

00:17:30: Also ich wachse ja auf in der Bundesrepublik Deutschland.

00:17:33: Nehme an wir sind eine gute Demokratie und ich habe anständige Lehrer und gute Professoren und tolle Bücher und so viel Meinungsfreiheit.

00:17:40: Ja also diese Frage wann eigentlich Sie das Gefühl haben dass Sie nicht alles erfahren oder das es schon?

00:17:47: Wie sollen wir das jetzt nennen?

00:17:49: Ich will nicht sagen sublimierte Lenkung, weil natürlich gibt es alles.

00:17:52: Man kann ständig eine Holschuld haben und sagen muss ich noch ein Buch lesen, aber verstehen Sie was ich meine!

00:18:01: Es gibt einfach so einen gesellschaftlichen Konsens ist ja ganz interessant, weil Hannah Arendt hat mal gesagt, was ist Krise?

00:18:08: Und deswegen sind wir in der Krise.

00:18:10: Krise ist wenn eine Gesellschaft ihre Vorurteile infrage stellt Aber das haben wir ja nicht gemacht.

00:18:16: Zwischen neun, viertel, neun-achtzig und auch darüber hinaus, die der einmal eben Rucco packen nahm, da wird ja kein Vorurteil infrage gestellt.

00:18:22: also um jetzt mal zu sagen Wir sind transatlantisch, die Amerikaner sind immer gut, die Russen sind immer böse Israel ist Staatsresort, deutsch-französische Beziehung funktionieren Die EU ist toll Um jetzt mal so sechs Vorurteile zu nennen im Sinne von Hannah Arendt Also Dinge, die eine Gesellschaft vorgeurteilt hat dass sie so sind Und die der Gesellschaft einen Rahmen setzen weil ja nicht jeder ständig alles überprüfen, der fragen kann.

00:18:46: Also hat die Gesellschaft diesen gesellschaftlichen Rahmen den sie nicht hinterfragt und dann kommt eine Krise so wie jetzt?

00:18:53: Und auf einmal sagt die Gesellschaft auch funktionieren die deutsch-französischen Beziehungen denn wirklich noch ist Israel immer so toll.

00:18:59: wie wir es erzählen sind jetzt vielleicht mal die amerikanerböse und die russengut und auf einmal werden Die Vorurteile in frage gestellt und damit geht der gesellschaft sozusagen das eingehekte weg und die Gesellschaft muss selber urteilen.

00:19:15: Da sind wir ja jetzt, deswegen ist ja jetzt Krise.

00:19:17: Das musste ich zu mir leiden erzählen weil es war eben genau dieser Gedanke der mich dazu geführt hat im zweiten Kapitel das sie gerade genannt haben zu sagen Ich möchte mal die europäische Geschichte aus einem anderen Blickwinkel erzählen.

00:19:33: Ich möchte ganz bewusst so tun als wenn wir die Erzählung mit der ich im Westen einlande Adenauer, Dogol, Universität Bonn.

00:19:45: Wie mit der Muttermilch und hab sie dann halt andersrum erzählt?

00:19:50: Könnte es anders gewesen sein, könnte es sein dass die Amerikaner Dass das Ziel war, die Sowjetunion zu erleben und nicht unbedingt uns von Hitler zu befreien.

00:20:02: Sondern dass sie Hitler unterstützt haben und erst hinterher gesehen haben um Gottes Willen.

00:20:06: Den haben wir denn da jetzt irgendwie finanziert?

00:20:07: Jetzt müssen wir mal gucken!

00:20:08: Das wird ja sauber auskommen... Was ist denn in den Nr.

00:20:10: neunundachtzig passiert?

00:20:12: War es denn jetzt wirklich Reagan teardown this wall?

00:20:15: oder war es vielleicht Gorbatschow der gesagt hat Moment mal ich Erlaube euch die Wiedervereinigung.

00:20:20: Also im Grunde einfach sozusagen, als wenn sie etwas umstülpen eine Erzählung oder den Scheinwerfer einfach mal nicht von da kommen lassen sondern von da komm'n lassen und dann ergeben sich andere Schaffenden und andere Beleuchtungen.

00:20:34: Und das mache ich in diesem Buch und deswegen warne ich ja auch die Leser weil ich sage Leute es wird Eine dicke Murmel sag ich ja Weil das seid ihr alles nicht gewohnt das so zu hören.

00:20:46: Und heute ist ja schon das ungewohnte Argument, fast eine Kränkung oder ... Fast schon irgendwie ne Beleidigung.

00:20:54: Ja?

00:20:56: So mal gucken wie es funktionieren wird.

00:20:58: Aber es war dann, sagen Sie mal noch einmal eine Frage.

00:21:02: aber einen Satz würde ich vielleicht noch zu Ende machen warum macht man das?

00:21:07: Das ist vielleicht noch wichtig!

00:21:08: Man macht es natürlich weil man selber mit sechzig kapiert.

00:21:11: okay wovon habe ich mich denn leiten lassen?

00:21:15: wo muss ich feststellen dass ich mit, keine Ahnung, oder zwei Tausend drei oder zweitausend fünf die Dinge nicht gewusst habe aber auch nicht gesucht habe.

00:21:28: Und das irgendwie alles so und das heißt aber auch Nichts sich unkritisch war.

00:21:32: ja kann jeder auf meiner Webseite gehen was ich für Artikel geschrieben habe Aber Ich Habe Ja zweitausend Moment vier bis sieben beim German Marshall Fund gearbeitet, also bei einer amerikanischen Institution und dann zwei tausend ich glaube sieben bis dreizehn mich ja gekündigt worden beim European Council for Relations.

00:21:51: Also ich war ungefähr zweitausend vier bis dreizehn knapp zehn Jahre wenn Sie sowohl im transatlantischen Bett.

00:21:59: Das Interessante ist dass Sie mitkriegen das die Dinge irgendwie nicht stimmen Aber dass sie nicht mitkriegen, wo sie denn jetzt nicht stimmen.

00:22:09: Ja also weil ich meine jeder geht zur Arbeit hat ein Job hast zwei Kinder.

00:22:13: ich war alleine zehn Kinder klein.

00:22:15: wir haben auch ein bisschen andere Sorgen als nur das Büro und man kriegt irgendwie mit was soll ich sagen?

00:22:22: Also dann kommt der Irakkrieg findet man merkwürdig und dann kann das französische Nein findet man auch merkwürdig hat man immer das Gefühl, aber wenn ich jetzt noch mal drei kritische Artikel schreibe und damit jetzt Kanzler abgeben kann, dann wird sich es ganz bestimmt ändern.

00:22:38: Nur ein Unfall verstehen Sie?

00:22:40: Weil man ja so lange irgendwie in dem Glauben ist dass doch eigentlich alles okay ist.

00:22:44: Und ich habe tatsächlich würde ich sagen also bei Jugoslawin hab' ich's noch nicht so gemerkt Bei Irak war's völlig klar.

00:22:50: Ja, also ich war... Ich war im Januar zweiausdreien Washington bei Ishingar damals deutscher Botschafter Ich sag den Namen jetzt nicht, aber mit einem State Department Mitarbeiter gesprochen der guter Freund von mir war.

00:23:03: Der hat mir im Januar... ...Zwanzigster Januar zwei-tausend drei gesagt, this administration will go to war Irak.

00:23:09: Ich sagte was denn hier?

00:23:11: Blicksreport wo sind die Waffen of mass destruction?

00:23:13: ja also man merkte eigentlich dass man in einer gewissen Diskrepanz war zwischen dem was man tun sollte und was erzählt wurde Und den Dingen wie sie sich entwickeln.

00:23:24: Aber bis sie da ist gab er noch kein Internet Gab auch noch nicht YouTube in der heutigen Form.

00:23:28: Also bitte, YouTube, die ersten Nerds.

00:23:31: Internet ab wann?

00:23:33: Also ich sag mal Steve Jobs iPhone, das war auch noch nicht Wischen und YouTube und so.

00:23:46: Und tatsächlich muss man auch sagen, dass bis ... Das ist ja jetzt auch erhärtet in diesem, wer heißt das, Zensurbericht Deutschland können Sie vielleicht hier unten verlinken.

00:23:57: Der sagt ja, dass das öffentlich-rechtliche Mediensystem ab dem Jahr von den Jahren ist.

00:24:03: Das heißt wenn ich jetzt erzähle, erzähle ich von der Zeit davor.

00:24:06: Ich erzähle auch von einer Zeit wo man eben noch in den Institutionen kritisch sein konnte also wo man auch im German Martial Fund sagen konnte zu den Amerikanern was macht ihr denn da im Irak?

00:24:17: Was wollt ihr dann da?

00:24:19: Und wo man dann eben tatsächlich das Gefühl haben konnte, wenn man da kritisch ist kann man das diskutieren und dann wird sich irgendwie was ändern.

00:24:25: Das ist ganz wichtig, weil das ist ja heute weg!

00:24:28: Heute hat man ja das Gefühl, wenn er kritisch isst, geht die Kritik nirgendwo hin und ändert sich eh nichts mehr.

00:24:33: Das war halt vorher auch nicht so.

00:24:35: Deswegen hatte ich das Bedürfnis mit diesem neuen Buch, dass selber nochmal für mich anders zu erzählen, dass es alles hätte ganz anders sein können Aber auch zu erzählen, wie lange man braucht, um das mal zu dir schauen.

00:24:53: An ihrem eigenen erlebten Beispiel sozusagen.

00:24:56: Vielleicht noch ein Stichwort was ich interessant fand.

00:24:58: es gibt in diesem Kapitel im Rückblickkapitel, um die europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

00:25:07: Was hat die für eine Rolle gespielt?

00:25:10: Also das wird ja tatsächlich zurück zu den Lehrbüchern, ist sozusagen die Gründungsakte der heutigen Europäischen Union in dem Germonnais und Robert Schumann gesagt haben.

00:25:20: Wir haben jetzt leider einen Krieg gehabt und der Krieg wird geführt mit Panzern.

00:25:23: Und für den Panzerbau braucht man Kohle- und Stahl, also die Kohle um den Stahl zu machen oder dem Panzer zu bauen.

00:25:28: Wenn wir in Europa Kriege vermeiden wollen, dann müssen wir die Stahlindustrie zusammentun in einem Konsortium.

00:25:34: Das hat man eben gemacht, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl EGKS.

00:25:41: und wird eben erzählt als sozusagen als Antikriegsinstitution oder Gründungsstunde der Europäischen Union, weil wenn man die Mittel zum Krieg den Panzerbau rausnimmt dann kann halt keiner mehr Panzer bauen.

00:25:56: Also man hat ja Kriege damals noch nicht mit Drohnen gemacht oder mit Cyber Technology her und steht immer noch in jedem Lehrbuch Ja?

00:26:05: Und ich versuche halt ein bisschen die andere Geschichte dahinter zu erzählen in meinem Buch

00:26:11: Also ich bin noch so ein bisschen verbleiben an diesem Punkt.

00:26:14: Sie schreiben auch in einem Teil im EU ist ein kompletter Betrug am europäischen Bürger.

00:26:20: und für mich, so in der Recherche im Vorgespräch war es so, sie beschreiben ja sozusagen Mensch mit einer guten Intentionen und dann biegt das Ding vielleicht irgendwo ab.

00:26:29: Das Schiff bieagt ab und ist nicht mehr das was man will oder was das mal war vielleicht.

00:26:33: Es gibt aber auch Leute, die sagen vielleicht war die Konstruktion eben kein... Vielleicht ist es kein Bug würde man in der Software sagen.

00:26:39: Sondern ein Feature.

00:26:40: Vielleicht ist das Gewoll wo wir jetzt gelandet sind?

00:26:43: Das kann man ja darüber streiten.

00:26:44: und zum Beispiel eine Sache, die immer so betont wird dieser freie Binnenmarkt.

00:26:51: Also glaube ich wäre ein wichtiges Merkmal gewesen.

00:26:54: Und ich habe mir jetzt mal in einer Vorrecherche wieder Zeit genommen um die Anstalt zu gucken.

00:26:58: Das konnte man ja vor ein paar Jahren noch machen und hat wirklich was erfahren.

00:27:02: Und da geht es darum, dass zum Beispiel das freie Binnenmarkt eigentlich eine Idee des European Roundtable of Industrialists war.

00:27:12: Also das waren fünfzig Großindustriele glaube ich und die hatten hauptsächlich die Idee, dass ein freier Binnenmark toll ist.

00:27:18: Das ist ja jetzt kein Völkerverbindende Idee sondern das ist eine Idee von der Großindustrie.

00:27:24: Und dann habe ich auch gefunden der Patrick Zildner von Max Planck's Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, wo er aus dem Drei sagte.

00:27:30: In erster Linie diente der EU-Bindenmarkt die Verbesserungen des Umfeldes der europäischen Großunternehmen auf deren Intervention das Projekt ja auch zurückgeht.

00:27:39: Also das sind für mich alles jedenfalls Indizien, dass von Anfang an gewisse Interessen vertreten wurden, die jetzt nicht unbedingt nur die Bevölkerung angehen.

00:27:48: Würden Sie da mitgehen?

00:27:50: Ja, total.

00:27:50: Deswegen hat Mut Kälbel hier von der HU das Buch geschrieben die verkannten Bürger.

00:27:57: Man hat tatsächlich die europäischen Bürger als ... wie sie wollen, souveränen oder jemanden der was zu entscheiden hat und Parlament hat usw.

00:28:04: nie mitgedacht.

00:28:05: von Anfang an nicht.

00:28:07: Aber gehen wir noch mal zurück.

00:28:08: sozusagen die Frage halte ich für schwer zu beantworten ist von alles sozusagen vom Anfang an alles aufgesalt worden?

00:28:15: ja also ich würde sagen es war vieles aufgesalzt gibt ja auch Theorien inzwischen Germonet, Agent des CIAs usw.. Der CIA hat die europäische Bewegung bis, ich glaube, Offenbar hat das ja eh sogar den Vertrag für die Europäische Kohle und Stahl praktisch entwürfen.

00:28:32: Ja, so... Also das beschreibe ich auch in dem Buch.

00:28:37: Ich beschreib ja des Jahr ... ... was insofern ein wichtiges Jahr ist weil fünfundvierzig war Kriegsende, ... ... sozusagen geht's wieder los mit UNO, Bundesrepublik usw.

00:28:49: Und dazwischen sind ja vier Jahre.

00:28:51: und in diesen vier Jahren sagt man dir auch heute in der Geschichtswissenschaft bar die Situation offen?

00:28:57: Ja, also ein bisschen so zu Republik Schwarzenberg.

00:29:00: oder irgendwie die Sowjet- und die amerikanischen Truppen.

00:29:04: Irgendwie so einen kleinen Teil von Sachsen paar Quadratmillimetern sozusagen nicht eingenommen haben und sich dafür sechs Wochen irgendwie eine Republik Schwarzenberg gegründet hat.

00:29:14: Das ist ja...müssten wir nach Sachsen gehen?

00:29:16: Da sind die ganz stolz drauf zurecht!

00:29:18: Gibt uns ganz detaillierte Geschichten drüber was das eigentlich war autonomes kleines Gebiet.

00:29:23: So insofern geht es tatsächlich um diese sagen wir mal drei, vier Jahre eiserner Vorhang dann so sieben und vierzig da wird schon langsam sozusagen closer.

00:29:33: Ja aber das sechsenvierziger Jahr war offenbar noch offen und natürlich gab es Kräfte.

00:29:38: ja also wollen uns nicht vertun dass hat jetzt der Jonas Tögel in seinem Buch Kriegsspiele diesen Satz von Churchill den ich auch zitiere Wir haben das falsche Schwein geschlachtet.

00:29:48: ja also dieses Hitler wie schlachtet nicht Stalin ist ging nur um Stalin.

00:29:52: Es ging darum dass wir die Sowjetunion Alle Vergleichen mit der heutigen Zeit Russland zerlegen sind rein zufälliger Natur.

00:30:00: Aber es ging im Grunde um die Bekämpfung des Sozialismus, Bolschewismus und Sozialismus.

00:30:07: Um die Bekämpfungen tatsächlich das Kapitalinteressen in die Sowjetunion kommen konnten.

00:30:12: Das war ja das Dorn im Auge der Amerikaner, da liegen die Ressourcen.

00:30:16: Und unter Commercial Aspects kommt man nicht dran, weil da Sozialismus ist.

00:30:21: Dann natürlich klar die Erzählung Starlin-Säuberungen, wie man dann auch mobilisieren konnte um zu sagen das ist ja alles ganz böse.

00:30:29: Und deswegen brauchen wir jetzt den eisernen Vorhang und der Feld.

00:30:33: dann aber was sich an dem Buch ausbreite ist dass eben am neunzehnten September der Tag war wo sich die europäischen Föderalisten treffen oder getroffen haben.

00:30:43: bis zum sechsten zwanzigsten September.

00:30:45: in Herdenstein ist ein kleines Dorf in der Nähe von Zürich Und da ging es halt um eine europäische Bewegung, die tatsächlich ein Bürgereuropa schaffen wollte.

00:30:53: Übrigens mit den Osteuropäern und mit den Russen selbstverständlich.

00:30:57: Und dieses Herdensteinerprogramm vom neunzehnten September ist sozusagen die Gründungsakte geworden der europäischen Föderalisten aber eigentlich auch der Weltföderalist.

00:31:12: Also man darf nicht vergessen... dass wir ja die UNO gegründet haben.

00:31:18: Und wahrscheinlich deswegen, weil also die damaligen europäischen Föderalisten haben gesagt, der Krieg war so schrecklich das können wir alles nicht mehr brauchen und wir machen jetzt im Prinzip eine europäische Federation und andere Weltteile machen auch Federationen und aus diesen gemeinsamen Federation wird dann eine Weltföderation und das ist dann eigentlich die UNo-Idee geworden Ja?

00:31:39: Dass sie inzwischen auch sozusagen anders moduliert wurde und irgendwo in abgewogen ist, müssen wir auch nicht diskutieren.

00:31:47: Aber ohne diese föderalen Ideen in Europa die ja eigentlich auf Kant zurückgehen also die Weltrepublik steht schon bei Seventeen, Vier, Neunzig-Beck oder Vierneinzig zum ewigen Frieden bei Kant drin.

00:31:58: Das hat eine zweieinhalb Jahre lange Tradition.

00:32:01: Ohne diese Ideen wäre wahrscheinlich die heutige UNO nicht entstanden.

00:32:04: was ich damit sagen will ist am neunzehnten September ist aber auch genau der Tag an dem Churchill weiß Weiß man, ob der vor einen Anruf aus Washington bekommen hat.

00:32:15: Jedenfalls Churchill fliegt in die Schweiz und macht diese Rede in Zürich.

00:32:21: Let Europe arise!

00:32:22: Großbritannien ist zwar nicht dabei aber im Grunde ist die Rede von Churchill... Ich war ja auch mal an dieser Züricher Uni Audimax.

00:32:28: da hinkt er heute noch so eine Bronze Plakette.

00:32:31: hier sprach Winston Churchill und dann so let Europe arise.

00:32:33: So lange Redekoll am gleichen Tag also.

00:32:36: im Grunden war das wasch eine gezielt relativ gezielte Aktion um diese Föderalistenbewegung zu zerstäumen oder zu zerstören, weil natürlich Churchill die ganze Presse auf sich gezogen hat.

00:32:47: Was in Herdenstein natürlich nicht der Fall war also die Weltpresse.

00:32:50: und was sagt Churchill?

00:32:52: Stalin ganz böse.

00:32:53: Wir müssen uns schützen, eiserner Vorhang damit es keine Zeit für so föderale Spielchen und für irgendwelche Bürgerfahrersammlungen.

00:33:00: Wir müssten jetzt ganz schnell hier irgendwie so Nägel mit Köpfen machen.

00:33:02: also machen wir ein Europa.

00:33:04: das Europa wird einen Bollwerk gegen die Sowjetunion und dafür brauchen wir dieser europäische Gemeinschaft aus Kuhle und Stahl weil die dann eben auch im Prinzip so ein Industriekartell, so ein Konsortium geworden ist ja?

00:33:15: Und es gab ja dann drei Kohle und Stahl, nachher gab es noch eine Atomenergiebehörde.

00:33:22: Es gab drei so diese Institutionen die dann über den grömmischen Verträge da, in der siebenundfünfzig im Prinzip zu den drei EWG-Institutionen geworden sind.

00:33:33: ja das ist sozusagen die Gründungsentwicklungen der Europäischen Union Und völlig klar war das Industrie getrieben und völlig klar gab's da Business Roundtables.

00:33:42: Die Business Round Tables habe ich alle in den neunziger Jahren noch in Brüsselwächer Brüssel erlebt.

00:33:48: Also damals, also das waren auch in neunziger Jahren noch die Banken und Industrien so.

00:33:54: dagegen steht aber trotzdem immer und das meine ich ja nur die Geschichte ist ja nicht immer geschichtes immer offen.

00:34:00: punkt geschichte es immer offen sonst können wir aufhören zu.

00:34:02: ah also wenn sich offen wäre da müssen sie jetzt kein interview machen ich müsste keine bücher schreiben.

00:34:06: also wer glaubt das geschichte alternativlos ist kann man aufhört.

00:34:10: Aber ich glaube das einfach nicht.

00:34:13: Ich glaube, dass Geschichte offen ist und von wichtigen Personen gestaltet wird.

00:34:19: People make history!

00:34:21: Also sicherlich Gandhi, sicherlich Malcolm X, Martin Luther King und noch viele mehr.

00:34:30: Und diese Gestalten hat es in Europa auch gegeben.

00:34:33: Wir hatten de Gaulle mit dem was er wollte Wir hatten eine Starlinote, wir hatten einen Willy Brandt.

00:34:40: Verstehen Sie was ich meine?

00:34:41: Ja und wir hatten auch einen Jacques Galore der definitiv nicht das EU-Europa gewollt hat, was sie heute haben.

00:34:48: So jetzt ist die Frage gebe ich mir in einem bestimmten Moment wo ich sehen kann dass irgendeinen Business Roundtable oder irgendein Bilderberger oder irgend ein diese ganzen Kreise da ja klar gibt's die Klar am.

00:35:02: die Interessen und Geld haben sie auch noch.

00:35:04: Aber wenn ich mich ständig auf diese Schwarze Loge konzentriere und sage, weil die Schwarze Logel das will, kriegen wir das auch.

00:35:10: Ja, kann ich aufhören?

00:35:12: Ich bleibe dabei, dass Rosa Parks irgendwann mal auf einem Platz sitzen geblieben ist der für weiße bestimmt war, auf dem sie als schwarze Sitzen gebliebt ist hat er einfach gesagt ne, ich gehe hier nicht weg ja!

00:35:22: Und daraus ist eine amerikanische Bürgerbewegung entstanden und daraus isst Gesetzgebung entstanden und darus ist etwas entstanden.

00:35:30: Und daran will ich glauben.

00:35:31: und deswegen habe ich aber ein Buch geschrieben.

00:35:33: Das war immer so in Europa.

00:35:35: Die Härtensteiner haben das gemacht.

00:35:37: Vorher zitiere ich ja noch, dass antifaschistische Manifest von Ventutene ist ja fast der noch bessere Text.

00:35:43: Der ist natürlich ein bisschen outdated, weil er noch so richtig sozialistische Sprache hat – das kennen wir gar nicht mehr!

00:35:49: So richtig Labor-Klasse, Arbeiterkapital, DAS Kapital, die Imperialisten, das ist so Sprache da.

00:35:55: Jetzt habe ich mal meinen Studenten an eine Uni Bonn gegeben, was sehr schrocken ist.

00:36:04: Das hat der Altiore Spinelli im Gefängnis in Ventutene so eine kleine Insel geschrieben.

00:36:11: Und das ist wichtig, weil dieses antifaschistische Manifest, das dann eigentlich ja fünf Jahre vor Herdenstein entstanden ist ... Aber Herdenstein steht so in einer Traditionslinie und es ist wichtig zu verstehen und glaube ich auch als Parallele zu heute wenn wir sagen Wir haben jetzt wieder Überwachung und Digital Service Act und so, dass die damaligen Europäer oder die Antifaschisten gewusst oder gesehen haben das kein einziges Land sich alleine von ihrer faschistischen Regierung befreien kann.

00:36:50: Also die Deutschen nicht allein von Hitler und die Italien dann nicht alleine von Mussolini und die vor allem ja nicht alleine vom Franco sondern die europäische Bewegung ist entstanden aus der Vernetzung des Antifascismus um zu sagen wir alle gemeinsam Wir befreien uns jetzt davon.

00:37:05: Und daher der Begriff europäische Föderalisten, das war Spinelli einundviertzig und das waren die Herdensteiner sechsenvierzig.

00:37:12: Ich finde diesen Gedanken unglaublich wichtig heute weil wenn wir heute... Das ist ja mein Buch ernsthaft darüber diskutieren dass diese EU Claire Daley ist eine irische Linke sagt de facto autoritäre Züge entweder schon entwickelt hat oder entwickeln wird Wenn sie Sonneborn folgen die EU-Sanktionslisten verfolgen, den Digital Service Act.

00:37:34: Die Milliarden, neunzig Milliarden an die Ukraine und so weiter.

00:37:37: Und wir erleben jetzt das europäische Bürger, dass wir da so ein Korsett haben von EU, das wie so einen Propfen auf all unseren Mitgliedstaaten steht ja?

00:37:45: Also die EU steht ja sozusagen auch Frankreicher auf Spanien

00:37:48: usw.,

00:37:49: dann ist für mich die Frage gestellt sind wir in einer ähnlichen Situation wie forty-sechsundvierzig, dass sie irgendwie auf die Idee kommen zu sagen, wir kommen hier nur gemeinsam raus?

00:37:59: Also wenn wir neutral werden wollen, Deutschland-Neutral ist jetzt auch ein Buch.

00:38:03: Wenn wir sagen, wir wollen irgendeine Friedensordnung mit Russland?

00:38:05: Was würde es denn helfen, wenn Malta jetzt sagt, ich werde mal neutral, ich mache eine Friedensordnung mit Russlands?

00:38:12: Ich glaube, wir sind ... Auch weil wir jetzt siebzig Jahre zusammen in dieser ewg EU waren und diese sozusagen Lebenserfahrung haben, wir teilen das ja als Erinnerungsort.

00:38:21: Und jetzt gibt es sehr viele die das abschütteln wollen darunter ich also diese EU.

00:38:27: dann Das thematise ich halt in dem Buch.

00:38:30: Die Frage gewinnen wir jetzt mit Dexit, Frexit und jeder macht mal wieder den Souverän Nationalstaat?

00:38:34: Meine Antwort ist nein!

00:38:36: Das versuche ich auch zu begründen und auch zu dokumentieren – mit vielen Zahlen.

00:38:40: Und meine Antwort war ja Ihre erste Frage, warum Sie dieses Buch geschrieben haben.

00:38:44: Ich habe dieses Buch geschrieben damit alle verstehen wie als vierhundertfünfzig Millionen Europäer kommen aus der Situation, in der wir sind gesellschaftlich-sozial-, politisch-, geostrategisch

00:38:52: usw.,

00:38:53: nur noch gemeinsam raus.

00:38:55: Dafür mache ich ein Denkangebot wie das geschehen könnte.

00:39:01: Und dieses Denkangebot koppel ich zurück an verschiedene Epochen, zum Beispiel die Vierzigerjahre, einviertig, sechsenvierzig aber auch am siebzehn vierneinundzig wo wir da ja eigentlich schon mal waren.

00:39:16: Was war siebzenvierneunzehn?

00:39:17: Naja also einer der kann zum ewigen Frieden Rousseau Le Prugé du Lapère Éternel kannt.

00:39:25: Rousseaux haben ja miteinander sozusagen gesprochen.

00:39:28: Revolution, vorher.

00:39:30: Aber was für mich wirklich interessant war muss ich jetzt erzählen ja weil ich habe ja dieses Buch Sie haben es dankensweise schon erwähnt vor zehn Jahren geschrieben.

00:39:38: im Prinzip das meine Abrechnung mit der EU.

00:39:40: Ja also einmal sozusagen.

00:39:44: Eigentlich wollte ich mich mit diesem buch vom europa verabschieden zwar nach der bankkrise.

00:39:49: Ich war so grundlegend enttäuscht von diesem chauvinismus von Bankkrise von kriechenvolle grieh.

00:39:54: Also da passiert ist in der Pigs.

00:39:59: Ja, die Portugiesen, die Italiener und die Griechen, die Spanier waren auf einmal Pigs-Schweine!

00:40:04: Und ich war eine europäische Deutsche... Ich hatte Freunden in diesen Ländern nicht.

00:40:07: So könnte man sich gar nicht vorstellen wie ich geheult habe.

00:40:10: Als ich das gesehen habe, die Bankenkrise und wie wir hier auch den Deutschen da... Unsere Schuldenbremse.

00:40:21: Verstehen Sie was ich meine?

00:40:22: Dann haben sie Familien Frankreich.

00:40:25: Ich habe ja schon vorher, wie ich darüber geschrieben habe.

00:40:27: Wie hält es das mit Europa und so weiter?

00:40:28: Wenn Sie mitbekommen haben, wie damals diese deutsche Euro-Garvernenz Frankreich kaputt gemacht hat, die Belgien vor den EUGH gezogen ist um die Bundesrepublik zu verklagen wegen Lohndumpingen, wie die Schlachthöfe der Normandie, die dreizehn Euro fünfzig Mindestlohn sozusagen weg, weil im Hamburger Schlachthof wo wir die Tage löhnen aus der Ukraine hatten, wären sechs Euro bezahlt.

00:40:49: Also wie wir Deutschland ökonomisch plattgemacht haben – eine Arroganz!

00:40:54: Vor dem Hintergrund unserer Geschichte, es hat mich in der Bankkrise wirklich weggeraun.

00:41:00: Weil ich ganz bei den Griechen und Zipras, bei Berufsfakis, bei allen denen die damals noch auf der Linken ging gekämpft haben.

00:41:07: EZB-Demonstrationen – hier in Berlin, Oranienburger Straße oder Oranianplatz.

00:41:12: Da hatten sie La Commune de Robbe, die europäische Kommune wie die Comune du Paris.

00:41:20: So, da hat die Linke ja noch funktioniert.

00:41:22: Das ist ja heute auch nicht mehr so.

00:41:23: Also jedenfalls war das für mich ein ganz wichtiger Punkt.

00:41:29: und dann bin ich herausgeflogen beim Job, ja?

00:41:34: Weil ich das alles aufgeschrieben habe, Artikel.

00:41:36: damals durfte ich unseren FHZ schreiben Dann wird mir gekündigt.

00:41:39: Wahrscheinlich für diesen Artikel in der FACET am April, kann ich sagen, dem März, im März Schreibe ich meinen ersten Artikel, warum Europa eine Republik werden muss nach dem Motto Das geht ja gar nicht!

00:41:50: Wir haben einen Binnenmarkt gemacht und eine Währung ohne Demokratie, ohne Sozialrecht usw.

00:41:54: De Law hat mir immer gesagt wir haben die Rechte der europäischen Arbeitgeber verraten oder Arbeitnehmer verratet und in einem Binnenmark kann man sich nicht verlieben.

00:42:06: Ich hatte diese Sätze in meinen Ohren.

00:42:09: Damals, noch vor me too hat der Lord zu mir immer Appetit gesagt.

00:42:12: meine Kleine durfte man damals noch so.

00:42:15: also jedenfalls ich bin sozusagen auf reinig durchgedreht ja so und dann habe ich dieses Buch geschrieben eigentlich aus Wut über ja über das alles hab dacht so jetzt mal was anderes.

00:42:27: ich weiß wirklich noch dass sich an einem morgen überlegt habe als ich mein Job verloren habe sagt so macht es nicht.

00:42:35: Gehst du jetzt ein Jahr nach Indien?

00:42:37: Also ich war durch.

00:42:39: Und dann habe ich halt dieses European Democracy Lab gegründet, das hieß ja dann auch European Democracy lab weil ich gesagt hab wir brauchen jetzt eine demokratische Komponente kann nicht nur binnenmarkt und Euro- und Bankenkrise sein ist doch klar dass es nicht funktioniert.

00:42:54: Wir müssen das einbetten.

00:42:56: Ich habe hier schon zehn Jahre zuvor also zwei tausend drei die damaligen Verhandlungen zur europäischen Verfassung hautner miterleben.

00:43:03: war ich in brüssel Ich kannte Valerí Giscardista.

00:43:06: Ich weiß genau, welche Verfassungsentwürfe da entwässert, verwässert noch mehr verwässern sozusagen im Minutentakt ja.

00:43:15: Das habe ich mir schon in den Jahr zwei Tausend Drei alles angeguckt.

00:43:17: Ich hab' schon in dem Jahr zwei tausend drei gesehen das der Begriff der Bürger-Parlamentdemokratie-Repräsentation alles nicht drin ist.

00:43:26: Also war', sage ich mal sehr wütend und schreibe dieses Buch um mich eigentlich aus der Europa Debatte zu verabschieden.

00:43:32: Und dann kommt das Buch zurück wie so ein australischer Boomerang.

00:43:36: Es wurde auf einmal so einen riesen Erfolg, wurde übersetzt, Taschenbruch, wurde bundeszentrale, wie auch immer... Was machen Sie mit dem Boomerangen?

00:43:43: Die müssen sie ja auffangen!

00:43:44: Sonst haut der sich hier oben irgendwie.

00:43:47: Jetzt wollte ich das Europatheber gerade loswerden und jetzt

00:43:49: komme zurück.

00:43:51: So habe ich gedacht es ist wahrscheinlich so ein Omen irgendwie.

00:43:54: und dann hab' ich gedacht na gut wenn ich jetzt da eine Welle habe muss ich die wohl surfen.

00:43:58: Und dann habe ich die Welle ja auch gesurft.

00:44:00: Ja, also ich hab zwischen zwei tausendsechzehn bis eigentlich Corona, sechszehnt, siebzehn, achtzehn und neunzehn zwanzig einen sehr großen Erfolg mit dem Buch gehabt.

00:44:11: Ich habe ja zum Beispiel zweitausendachzehn.

00:44:14: am zehnten November habe ich ja die Europäische Republik ausgerufen in ganz Europa mit vierzigtausend Leuten.

00:44:20: Talier Theater Burg Theater.

00:44:22: darüber haben wir dann wieder eine Ausstellung gemacht Fotos ohne Ende Darüber gibt's Filme.

00:44:27: Ich hatte alle Theater, die dabei waren.

00:44:29: Hundertvierzig Städter mitgemacht.

00:44:30: Also es war auch schön!

00:44:33: Es war bunt, es war spaßig.

00:44:35: Weg mit der EU, wir rufen jetzt die Europäische Republik aus und alle haben mitgemachts.

00:44:40: Burgtheater Peter Simonicek, der berühmt... Jetzt verstorben einer der beruhmtesten österreichischen Schauspieler.

00:44:46: so was ich aber erzählen wollte, schuldigung dass ich so empathisch werde.

00:44:50: Ich habe ja damals das Buch geschrieben habe wirklich gedacht, ich hätte den Begriff europäischer Republik erfunden.

00:44:56: Das war so naheliegend, ja.

00:44:57: Bundesrepublik, französisch Republik Italien.

00:44:59: War so nahaliegend und hab das damals... Ich habe das Buch ja in drei Wochen geschrieben nicht gecheckt.

00:45:06: War eine Erfindung.

00:45:07: Wir erfinden jetzt die Europäische Republik.

00:45:09: Und im Zuge des neuen Buches, das wollte ich erzählen, Recherchich hat es ein bisschen und stelle fest, dass das älteste Buch über die Europäischen Republik von Professor für Geschichte an der Uni Mainz, der fünf Bände geschrieben hat über die europäische Publikum.

00:45:32: Das hat mich geflasht!

00:45:34: Bin ich die Stabi?

00:45:35: Saß da hier im heißen Sommer ... Ich habe das Buch irgendwie eigentlich im Juli ausgeschrieben.

00:45:40: Ähm, siebzehn Grad so runtergekühlt ja und dann kriegt man diese kostbaren Schätze, kriegt mir erst mal so ein Samtlings wo man die so drauflegen muss... Und dann hab' ich dieses Buch gelesen.

00:45:52: es hat mich so gefreut dass wir einen Begriff haben, der uns offenbar siebzehn, siebenundachtzig in die Wiege gelegt wurde.

00:46:00: Und jetzt sind wir zweihundert wieviel Jahre, vierzig Jahre später und das war auch so eine Idee zu sagen, offenbar scheint ja in dem Begriff was drin zu

00:46:09: sein.

00:46:09: Ja?

00:46:11: Und dann habe ich gesagt, da muss ich den jetzt nochmal an die Debatte schmeißen.

00:46:16: Ich hab mir noch eine Sache interessiert, weil Sie jetzt gerade ein bisschen nach hinten nochmal geguckt haben Wie ist denn laut Ihrer Meinung so die ganze Rolle der Flüchtlingskrise?

00:46:25: Weil es war ja auch in dieser Zeit ungefähr aus europäischer Sicht.

00:46:28: Was hat das mit Europa und der EU gemacht?

00:46:31: Ganz viel, ja!

00:46:33: Also ich schreibe hier auch in meinem neuen Buch... Das Buch habe ich im Jahreswechsel fünfzehn-sechzehn geschrieben.

00:46:40: Da war gerade Balkanrot und so weiter, Refugees Welcome

00:46:44: usw.,

00:46:44: da hab' ich übrigens Ein Artikel geschrieben, der mir irgendwie um die Ohren geflogen ist.

00:46:50: Aber der auch missverstanden wurde in Le Monde Diplomatik damals.

00:46:54: Der hieß Lust auf eine gemeinsame Welt und da beschreibe ich wann eigentlich der Pass erfunden wurde nämlich erst.

00:47:03: Und das Flüchtlinge früher nie in die Städte kommen durften.

00:47:07: ja also Ich habe im Prinzip so eine historische Herleitung gemacht Also zum Beispiel die Hugen Noten aus Frankreich als sie dann unter Henri Katre hier hingekommen sind dann waren die nicht in Schelle, sondern in Neuschelle und nicht in Münster, sondern im Neumünster.

00:47:21: Also die Neuzugänge wurden immer... Daher die ganzen Neustädte neu sowieso oder New York, New Hampshire, New Hamburg ja?

00:47:31: In Amerika genau das gleiche.

00:47:34: Das heißt diese sozusagen Integration Assimilationsanspruch den wir hatten Den habe ich tatsächlich in einem Artikel komplett dekonstruiert.

00:47:46: Das geht nicht gut, ja?

00:47:47: Ich hab auch ein paar Semester Soziologie gemacht.

00:47:49: In der Soziologie sagt man, Segregation ist ein Zeichen von Toleranz.

00:47:53: Du da, ich hier!

00:47:55: Ja also Prag... Da die Juden und da die Bömer hier die Deutschen.

00:47:58: So hat jede europäische Stadt funktioniert.

00:48:01: Trieste, hier die Italiener, da die Slowén so.

00:48:05: Und insofern ist dieser Integrations- oder sogar dann auch noch Assimilierungsanspruch, darf man heute auch nicht mehr sagen, das Wort ist ja auch weg.

00:48:13: Der ist natürlich absurd.

00:48:16: Und mein Artikel war zu sagen, wir müssen irgendwie eine Möglichkeit finden.

00:48:20: wieder mit diesem neues Städte habe ich geschrieben.

00:48:23: Wir brauchen jetzt neue Kundur und was auch immer neu Palmyra.

00:48:28: Der Artikel wurde mir natürlich auch um die Ohren gehauen.

00:48:31: aber eigentlich wollte ich verhindern die Katastrophen der wir gelandet sind ja dass wir jetzt Schulen haben wo so ein Zivilisierer, so viel Ukreiner und jetzt irgendwie draußen vor der Stadt, kriegen ne neue Stadt.

00:48:44: Und nach zwanzig Jahren wird sich das dann irgendwie mischen.

00:48:46: wie auch immer Lust auf eine gemeinsame Welt kann man ja auch nachgucken.

00:48:50: Insofern hat es in diesem Buch noch keine Rolle gespielt und jetzt ist ja relativ klar inzwischen also jetzt mal zehn Jahre weiter.

00:48:57: alle sind hoffentlich ein bisschen klüger vielleicht sogar ich.

00:49:00: Also erst mal Jeffree Sex in mehreren Videos, das sage ich auch in meinem Buch sozusagen gesagt dass es eingepreist gewesen sei dass diese Democracy-Promotion, Irak, Syrien, Libyen usw.

00:49:17: ist ja klar das wenn man sozusagen die, nennen wir sie jetzt Stabilisatoren oder Diktaturen was immer, Saddam Hussein da dafür und so weiter, wenn man die sozusagen staatlich kaputt macht, Staling, Failing States, Bombardierung

00:49:34: usw.,

00:49:35: dann ist die Sub-Saharian sozusagen Route auf einmal offen.

00:49:39: War ja vorher nicht offen.

00:49:44: Ich möchte es jetzt einfach nur mal neutral sagen, ja?

00:49:46: Also man kann sich sagen Saddam Hussein war ein schlimmer Diktator und Gaddafi auch.

00:49:50: zu Gaddafi hab ich eine ganz andere Meinung schreibe ich auch in dem Buch.

00:49:54: Auch die Waffen weapons of mass destruction wurden nicht gefunden, also insofern ist das diese Democracy Promotion eine brachiale amerikanische Erzählung gewesen, die sowieso nichts Gutes gemacht hat.

00:50:05: Also weder im Nahen Osten noch sonst wo... Außer

00:50:07: für die Amerikaner vielleicht?

00:50:08: Außer nicht mal für die amerikanern und für der amerikanischen Waffenindustrie ja!

00:50:12: Für die Amerikana doch auch nicht.

00:50:13: Die sind jetzt durch das Ansehen.

00:50:15: Der Amerikan hat überall gelitten.

00:50:20: Sie haben viel verspielt mit ihrer Democracy Promotions.

00:50:24: Die Quittung kriegen sie gerade jetzt.

00:50:27: Also das jetzt ist ja sozusagen durch, dass es so nicht geht.

00:50:31: Und nochmal kurz zurück, im Jahr Schroeder hat immerhin noch gesagt auf der Sicherheitskonferenz Bistro Rumsfeld-I'm Not Convinced hatte dann diesen Chocolate Summit mit Schirak, die haben sich ja noch dagegen gewährt mit den Belgiern und den Luxemburgern Und dann haben die Amerikaner ja eiskalt gespalten.

00:50:49: Also es gab, ich glaube im Januar, den United We Stand Artikel, wo dann auf einmal die Neueuropäe, New Europe hat Busch das Jahr gesandt gegen das alte Europa.

00:50:58: Old Europe waren auf einmal wir mit den Franzosen und die neuen Europäern also die EU-Erweiterungsstaaten Polen, Ungarn usw.

00:51:06: stand nahelauf der Seite der Amerikaners.

00:51:08: Das war natürlich Entschuldigung!

00:51:10: Das war sowas von staged.

00:51:11: So was von Staged, Wall Street Journal.

00:51:13: Ich kenne sogar den Typen der das gemacht hat ja.

00:51:15: Die kannte ich ja damals alle, ich war ja oft da.

00:51:18: und je mehr sie das natürlich beobachten, dass es im Grunde entweder eine sagen wir mal bewusste Zersetzung europäischer Gesellschaften war oder eine zumindestens in Kauf genommene Zersetzung Wir machen gerade einmal Democracy Promotion im Nahen Osten Und ob da jetzt ne Flüchtlingsroute für die Europäer daraus entsteht ist uns doch egal.

00:51:40: Deutschlands oder Europas ist ja Teilamerikanischer aus dem Politik.

00:51:44: Aber das habe ich schon im Endspiel geschrieben!

00:51:48: Ja,

00:51:48: genau.

00:51:49: Und nicht erst in der Balkanroute... Also mit Hauke Ritz habe ich eben im Jahr ... ... das Endspelbuch geschrieben, was mich wahrscheinlich auch meinen Job gekostet hat,... aber da machen wir für die Neunziger, für die Nuller und für die dann Zehnerjahre.

00:52:03: Also, bis zum Jahr zwei Tausendzehn bis zu zweittausendzwanzig, beschreiben wir die Dreidikaden und beschreiben, wie sozusagen alle zehn Jahre die Amerikaner Europa-Nackenschläge verpasst haben.

00:52:15: Der erste große Moment von geballten Nacken schlägen war halt in den Jahr two thousand one, zwei drei vier.

00:52:23: Putin steht vom Bundestag Europäische Verfassung Euro Osterweiterung.

00:52:29: Putin wird abgegleist.

00:52:31: Die Verfassung Kommt zum Scheitern, müsste ich jetzt sehr viele Kleinigkeiten erzählen.

00:52:38: Warum dann die Türkei ... Die Beitrittsverhandlung hat im Oktober und das Französische Nein im Mai eigentlich auf die Türckei reagiert

00:52:46: usw.,

00:52:46: jedenfalls die europäische Verfassung scheitert?

00:52:48: Der Euro ist neoliberalisiert, die Sozialunion kommt nicht zustande Und New Europe, die Osteuropäer, die sozusagen EU zugeschoben werden sind Komplett amerikanisiert und den war die NATO wichtiger als die EU.

00:53:02: Das heißt, das war ein entscheidender Moment der Jahre, um die EU so von innen zu entkernen und alles wegzunehmen was wir, wo ich ja bei de Lorne im Neunzeigerjahr war, was uns angedacht hatten.

00:53:17: Ich greifte mal in den Magen und drehe alles um.

00:53:21: Und ab da ... begannen dann diese Weichentstellung, von denen wir heute sozusagen die Folgen tragen.

00:53:27: Autorisierung, Technokratie, Bürokratie, Krieg in der Ukraine.

00:53:30: Die zweiten Nackenschläge waren dann, äh... ...zwei tausend Äh... elf zwölf dreizehn vierzehn.

00:53:36: Bankenkrise Jan Schusschein als Brite bei der Deutschen Bank.

00:53:39: was hat er da zu suchen?

00:53:41: Diesel-Skandal von den Amerikanern released also deutsche Automobilindustrie schreddern in einem Moment, wo sich die Bricks-Staaten gegründet hatten und wo die deutsche Industrie total scharf drauf war, Bricks zu machen.

00:53:55: Also China Russland – da war ja der Exportmarkt!

00:53:58: Wir hatten im Jahr zehntausend elf.

00:54:02: Der deutsche Anteil am Euro-China-Export war von ca.

00:54:05: forty-fünf Prozent.

00:54:06: Wir haben alle mit den Hufen geschacht.

00:54:08: Und in dem Moment war Europa durch.

00:54:13: Euro-Krise, Faule Griechen.

00:54:15: Ja also auf nach Osten und das wurde de facto durch Kreuz durch den Maidan.

00:54:21: ja weil der Maidan war sozusagen das geopolitische wie sagt man kniefall dass man jetzt mit dem ost nicht mehr darf.

00:54:32: ukraine und da findet es alles an mit ukraine.

00:54:35: Und und auf einmal auch nicht mehr schiener schien.

00:54:37: er wurde sozusagen vom partner zum Konkurrenten.

00:54:40: Das heißt einmal die Jahre, zwei Tausend Eins bis vier.

00:54:44: Dann nochmal die Jahre zweitausend elf bis vierzehn und dann jetzt die Jahre ab zwei tausend zwanzig.

00:54:50: Ukraine.

00:54:50: Krieg waren sozusagen alle zehn Jahre ich würde mal sagen gezielte Schläge mit der Axt, die man an verschiedenen Politikbereichen festmachen kann wo die Amerikaner wie wollen wir es jetzt formulieren?

00:55:07: wie wir was formulieren, aber ich sag mal den europäischen Gesellschaften nicht gut getan haben.

00:55:14: Den europäisch-politischen Parteinsysteme mehr oder weniger die Lebensgrundlage entzogen haben und so weiter.

00:55:23: Das diskutiere ich an meinen Bogen ja.

00:55:25: Ich komme vielleicht jetzt aufs Jetzt und dann auf diesen Ausblick der auch da in ihrem Buch passiert.

00:55:30: also sie haben jetzt gerade auch die Ukraine angesprochen eine Monat, glaube ich mal mit dieser Rearm-Europe-Initiative der EU beschäftigt.

00:55:39: Also nur für den das nicht weiß.

00:55:40: Da reden wir von achthundert Milliarden Euro die Entrüstung ausgegeben werden sollen bis zu daßend dreißig also sozusagen die EU plant weitere Aufrüstungen.

00:55:49: in ihrem Buch schreiben sie ja dass der Ukraine Krieg nicht vom Westen gewonnen wird.

00:55:54: also sozusagen in die Zukunft schauen.

00:55:58: ist es ne Wunschvorstellung?

00:56:00: Oder ist es sozusagen ihr realistischer Blick, dass das wird geschehen?

00:56:03: Also wie wird der ausgehen.

00:56:05: Ja also ich habe ja keine Kristallkugel.

00:56:07: Das muss man immer dazusagen.

00:56:08: und in diesem ersten Kapitel wo hab' ich ja eben erzählt oder Sie haben mich gefragt diese Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts umgekehrt erzähle komme ich halt irgendwann im Jahr zweitausend sechsenzwanzig in der Realität also in der Gegenwart an und erzähle dann plausibel fiktiv was bis zwei tausendfünfundvierzig passiert weil ich will hier meine europäische Republik im Hegelchen Sinne etwas zerstört werden, damit etwas anderes werden kann.

00:56:32: Also muss ja die EU irgendwie zusammenkrachen und die NATO gleich mit und die Bundesrepublik oder die Französische Republik – das muss alles erstmal….

00:56:40: Wie sagt schon Peter?

00:56:41: Im Prozess der kreativen Zerstörung sozusagen abgeräumt werden.

00:56:44: Ja also braucht dich eine plausible Erzählung um dahin zu kommen und die ist natürlich fiktiv!

00:56:49: Die ist so ein bisschen wie der Da Vinci Code.

00:56:52: gestrickt aus Trends, die ich mir genommen habe und die ich fort erzähle.

00:56:57: Aber natürlich kann ich nicht sagen dass es so werden wird.

00:57:01: Was man sagen kann ist... Ich war gerade bevor ich jetzt zu Ihnen gekommen bin in der Sendung einer sozusagen russischen Talkshow.

00:57:09: Also wer es immer noch nicht verstanden hat kann man's gerne nochmal sagen Der Krieg ist verloren an der Front sowieso.

00:57:16: Die Ukraine haben nichts mehr, Zelenski ist ja vor Trump zu Kreuze gekochen da jetzt beim UN-Gipfel.

00:57:23: Trump hat doch aufs True Social irgendwie so eine Twitter abgesetzt.

00:57:27: Zelensky ist ein Loser oder was?

00:57:29: Also die Amerikaner haben Zelenskis selber schon fallen gelassen.

00:57:33: Die Amerikanern wollen auch raus aus diesem Krieg, die haben echt anderes zu tun!

00:57:36: Ja, die machen AI und China, denen ist es doch eigentlich völlig egal.

00:57:45: liegt es jetzt wirklich nur noch an der, sagen wir mal ... Wir wollen das nennen.

00:57:49: Dummheit oder Verblendetheit der Europäer die aus ihrer falschen Erzählung nicht mehr rauskommen und die meines Erachtens keinen sauberen Ausgang mehr finden.

00:57:57: ja also so eine Facekeeping-Solution.

00:58:00: Wir haben mit diesem Land jahrelang erzählt, Putin ist Hitler und alles ist ganz schlimm.

00:58:04: und wenn wir den nicht in Kiev stoppen dann erobert er noch Rieger und dann Berlin und dann auch Lissabon ist ein kompletter Blödsinn.

00:58:13: Jetzt ist halt die Frage, wie kommen Sie sozusagen sichtswahrend daraus.

00:58:18: Und tatsächlich scheint mir das einzige Risiko was uns jetzt noch gegen alle Vernunft, gegen all der Realität, gegen alles was an der Front ist auch dieser Drohnenkrieg ja den haben wir ja seit März jetzt mal gemacht und die Raffinerien und so dass tut den Russen weh.

00:58:35: na klar jetzt ärgern sich schon die Amerikaner geht ja um das Dieselöl wird ja alles teurer.

00:58:40: also amerikaner wollen es auch nicht.

00:58:42: Die Amerikaner haben schon gesagt, wir wollen jetzt wieder Business mit Russland machen.

00:58:45: Wir machen hier das einzwanzigste Sektionspaket also dümmer Realitätsverleugnender als wir gerade sind.

00:58:53: was heißt?

00:58:54: Wir eigentlich auch nur März und Kallas von der Leyen?

00:58:57: ja die Franzosen sind es nicht die Griechen sind es nichts die Ungarn sind es Nicht die Italien sind sie nicht die Irren sind sich die Spanier sind Sie nicht.

00:59:03: Wir haben schon noch ein paar Vernüfte.

00:59:04: Also Es gibt auch keine europäische Einigung über diesen Krieg nach Russland.

00:59:11: Ich habe gerade alle aufgezählt, die schon mal dagegen sind.

00:59:13: Die Einzigen, die noch dafür sind, sind Kallers März, ein bisschen Macron ist auch bald weg, noch ein paar Monate und das war es schon Alexander Stubb, der halt so ein Finnland, der so einen Freund von März ist.

00:59:25: ja.

00:59:25: aber an dem Tag wo hier ausgerechnet am ersten September also erster September Weltfriedenstag Tach des Ersten Weltkriegs Das russische Konsolat in Bonn geschlossen wurde und dann das russischer Haus in Berlin hat März meines Wissens Solidaritäts, wollte ja der Kiese-Wetter Artikel vier NATO ausrufen.

00:59:46: Das heißt dass die NATO erstmal beschließt eins wegen dieser komischen Drohne da dieser Falschleck-Operation am Leipziger Flughafen.

00:59:53: Wollte ja der Käsewetter in Artikel vier Bündnisfall ausrufe ein Mitgliedsland wird droht.

00:59:59: Das ist sozusagen die Vorstufe zur Artikel fünf.

01:00:01: Ja gemeinsame Verteidigung so und es hat nicht funktioniert.

01:00:05: sogar Mark Rutte Ist nicht drauf eingegangen Kann man ja mal wahrnehmen.

01:00:10: Dann kann man wahrnehmen, von wem hat Merz den Solidaritäts-Telegramme bekommen?

01:00:15: Callers und Stubb und Von der Leyen.

01:00:18: Von niemandem sonst!

01:00:20: Wie europäisch ist das jetzt?

01:00:23: Würde ich mal in Frage stellen.

01:00:26: Während wir sprechen gehen in Frankreich... Wir sprechen heute am ersten Oktober... ...gehen in Franklich.

01:00:33: die Schüler, die Lehrer, die U-Bahnfahrer Die Lastwagenfahrer, also ich sag mal Frankreich.

01:00:38: Ich hab da gewohnt!

01:00:39: Ich weiß wie ein französischer Generalstreik aussieht.

01:00:41: Es ist übrigens sehr immersant wenn die Leute Mülleimer stinken zum Himmel nix funktioniert und die Franzosen tanzen auf der Straße und die Töpfe noch dabei und sagen okay wir setzen das jetzt durch ja?

01:00:51: Also sixundneunzig hat es funktioniert so lange gestreikt bis Chirac gesagt hat oh meine kleine Sozialkürzung ziehe ich dann mal zurück.

01:00:58: Wir wollen nur jetzt alle Weihnachten feiern.

01:01:01: Irgendwann am sechzehn November kurz zur Weihnacht hat er gesagt Ich bin sehr gespannt, was in Frankreichs passiert.

01:01:07: Haben wir da auch noch mal Präsidentschaftswahlen?

01:01:09: Also Frankreich ... ich sag mal, da werfen sie in den Streichholz rein.

01:01:14: So, Frankreich ist pleite.

01:01:16: Melanchon der Linke hat vor ein paar Tagen gesagt, il faut brûlés la dette française, müssen die Französischen Schulden mal verbrennen.

01:01:25: Das ist, ich sage mal, ein prérévolutionärer Satz ja!

01:01:29: Und in dieser Situation glaubt also Merz wo man jetzt schon munkel Söder wird aufgestellt, mit einem Frankreich was am Boden liegt.

01:01:44: Wollen wir den Krieg führen?

01:01:45: Mit einer Bundeswehr?

01:01:46: haben sie den Clip gesehen.

01:01:47: Es gibt so einen Clip, der ist viral gegangen im Internet.

01:01:50: Der soll jetzt ein deutsch-lithauisches Chor geben und dann ist er entschuldigt.

01:01:54: Ich muss mich bei allen entschuligen, die vielleicht Soldaten bei deren Bundeswehr sind.

01:01:59: Aber dann sollen die da irgendwie im Gleichschritt marschieren halt?

01:02:02: Dann sieht man im Grunde so untrainierte Loserleute in Uniformen, die so einen Gleichschritte über ... Also es ist nicht schön!

01:02:11: Sieht nicht sehr professionell aus, sagen wir's mal so... So, und dann ist dieses Video aber gekoppelt.

01:02:15: Danach sieht man Nordkorea, China und Russland ja so... Okay!

01:02:21: Gut, wollt ihr mit dieser Amäne Russland marschieren?

01:02:23: Also man kann es doch nicht mehr anders als ... Sehen Sie ja, reinische Frohnatur irgendwie sehen.

01:02:29: insofern glaube ich tatsächlich vielleicht ist auch der Wunschvater meiner Gedanken das weil die Russen vernünftig sind, weil die Chinesen vernüftig sind, wir auch immer die ganze Welt ist vernünftige nur wer nicht?

01:02:41: dass wir hoffentlich-hoffentlich- hoffentlich dem Krieg entgehen, weil tatsächlich weder die Lage an der Front ist ja jetzt so dass die Russen wenn wir nicht verhandeln werden sie auf bedingungslose Kapitulation setzen und das werden die auch hinkriegen.

01:02:58: es dauert noch drei oder fünf Monate wie auch immer.

01:03:01: Und weil wir das ja eigentlich auch wissen irgendeinen BND wird bei uns auch ein paar vernünftige Informationen haben.

01:03:08: Haben wir jetzt die Möglichkeit doch noch irgendeine gesichtswahrende Lösung raus zu kriegen?

01:03:12: Irgendwer fährt hin.

01:03:13: Gerhard Schröder wäre auch immer verhandelt da und dann müssen wir zurückkommen und den Deutschen erzählen, liebe Leute!

01:03:19: Wir sind jetzt alle sehr kriegsdurchsichtig geworden.

01:03:21: Unsere Bundeswehr war ganz toll und weil die Russen nicht so beeindruckt sind machen wir jetzt doch Verhandlungen.

01:03:26: Und dann sind wir uns einig geworden dass ein paar Gebiete Donbass dann doch bei den Russen bleiben, weil die sprechen die Erde russisch wie auch immer irgendwie wird man ja zurück kommen ist und sagen wir haben so nicht so ganz gewonnen der Siegfrieden nicht aber so bisschen aber doch gewonnen sowas halt Ja und das wär ja auch das vernünftigste.

01:03:42: Wenn wir das nicht machen, sage ich noch mal glaube ich zu wissen weil ich ja auch viele Russen getroffen habe da in Istanbul und ein bisschen was höre dann machen die bedingungslose Kapitulation.

01:03:52: Also man hat ja jetzt schon gesehen in den letzten Wochen dass die Russen eben auch die Samtanschuhe ausgezogen haben.

01:03:58: also der Krieg wurde ja lange Jahre eigentlich mit nochmal angezogene Handbremse geführt.

01:04:02: also wer immer Bilder von der Zerstörung von Gaza und von Kiev gesehen hat weiß was ich meine.

01:04:09: Also es war ja tatsächlich so, dass man den Russen konsidieren muss der russischen Armee.

01:04:13: Dass sie das Kriegsrecht eingehalten haben also sprich keine Zivilbevölkerung und so weiter und was jetzt zum Beispiel in Gaza nicht passiert ist.

01:04:22: Und so psychologisch ist aber das Risiko groß.

01:04:29: und das psychologische Risiko ist, dass wir hier eine Marode der Realität völlig enthobene Elite politische Elite haben die die gesichtswahrende Lösung nicht hinkriegt, die sich selber kolossal überschätzt.

01:04:46: Wir brauchen noch eine Drohnenfabrik was auch immer und die deswegen tatsächlich weil es keine andere.

01:04:54: also das sagen jetzt halt alle Analysten ja wenn wir eine Möglichkeit haben wollen dass zu gewinnen dann nur noch Atomar nicht on the ground nicht mit drohen Ja?

01:05:05: Wir haben ja sonst doch nichts also weder Soldaten noch irgendwie etwas anderes.

01:05:08: aber der atomare Lösung wäre natürlich noch da.

01:05:12: So, und das ist tatsächlich glaube ich das anfängliche Restrisiko.

01:05:17: Dass wir vor lauter Arroganz nicht mehr gerade gehen können.

01:05:20: Und dass wir das übersehen... weil das war ja das Argument von Kiesewetter und diesen ganzen Leuten die immer sagen, wenn die Russen schon nicht machen.

01:05:27: Was ich höre!

01:05:27: Ich kann ja nur wiedergeben was ich höere, wenn man in Moskau und St.

01:05:31: Petersburg ist oder auch in Istanbul Russen trifft.

01:05:34: Ja?

01:05:35: Was sie sagen ist uns platzt die Kette hier bis zum Hals.

01:05:39: Wir haben echt eine Menge Geduld gehabt mit euch Europäern, die Amerikaner sind eh draußen.

01:05:45: Unsere Bevölkerung hat jetzt nach vier Jahren auch keine Lust mehr.

01:05:49: Wir werden das Ganze jetzt mal hier ein bisschen schneller beenden wenn ihr nicht zu Potte kommt ob ihr Schröder schickt oder irgendwen und sie wollen es trotzdem nicht.

01:05:57: jeder Russe sagt immer dazu wir leben die Deutschen ja aber was ist die Hardliner?

01:06:02: Wer ist denn Russland?

01:06:03: Ist das jetzt Putin so dass die Hardliners?

01:06:05: Die Bevölkerung tun ja immer so.

01:06:07: da gibt's jetzt so einen Russland.

01:06:09: Aber was die Hardliner, die natürlich jetzt auch sozusagen, ich sag mal wollen wir sagen aufmüpfig werden.

01:06:17: Was sie halt formulieren ist wenn ihr glaubt dass ihr eine atomare Geschichte jetzt macht weil anders könnt ihr ja nicht dann glaubt nicht das wir einer Rakete zurück tun.

01:06:30: Mal mal zehn und die wissen auch schon welche Städte.

01:06:34: Und wenn wir dann noch sagen Also ich bin jetzt auch kein Expertin von russischer Militärtechnik, aber ich habe mir letztens mal von jemandem sehr kompetenten erklären lassen.

01:06:43: Welche Sprengschöpfe, bei einer dieser russischen Geschichten

01:06:48: usw.,

01:06:48: was auch immer kann ich nur sagen Leute und wenn wir als Europäer in einer Situation sind psychologisch dass wir bei Rambo ist ja mein Lieblingspoed in Frankreich nach der Revolution Wer nicht schaffen kann, muss zerstören.

01:07:07: Also wenn wir in einem psychologischen Zustand des Nihilismus sind in Europa weil wir bei Corona das ist ihr Thema so was von komplett versagt haben dass ich keine mehr ins Spiegel schauen kann Weil wir bei Epstein sowas vom Komplett verlagten weil wir mit dem Liberalismus Kapitalismus soziale Unruhe Mit so viel Intelligenz So ein schöner Kontinent so schöne Städte so gute Universitäten so ein reicher Kontinent der so kolossal versagt gegenüber seinen eigenen Ansprüchen von Aufklärung, Egalität, Liberty und Fraterlité.

01:07:39: Dass man sich nicht mehr in den Schwiegel probt kann, dann könnte ich mir schon vorstellen dass die einzige Psycholösung ist Zerstörung aber nicht selber sondern da muss die Rakete aus Russland kommen weil dann war ja Putin schon.

01:07:53: das ist sozusagen die Externalisierung der eigenen Aggression.

01:07:57: Also die Auto-Aggression wird externalisiert, damit wer anders mich zerstört weil ich selber schon gar nicht mehr ins Spiegel gucken kann.

01:08:03: und das ist tatsächlich meine allergrößte Sorge im Moment dass da noch ein paar Jungs hier auf diesem Kontinent an dieser Psychostelle durchdrehen.

01:08:15: Das wäre nicht gut?

01:08:16: Das wäre fatal!

01:08:18: Weil dann ist es auch zu spät für den Europäischen Republik.

01:08:20: ja bevor wir den Schutt wieder aufgebaut haben.

01:08:23: also ähm ja aber bleiben wir.

01:08:29: Wie heißt das ja immer so?

01:08:30: Thoughts become words, we can actually become reality.

01:08:32: Deswegen schreibe ich den Utopien Ja wir müssen uns auf das konzentrieren wo wir hin wollen und je mehr wie über das reden was möglich ist.

01:08:39: deswegen habe

01:08:41: ich das Buch geschrieben.

01:08:42: Das war auch der es anliegen meines Abschlusses von unserem Gespräch dass die Frage steht hier im Raum Die haben wir noch gar nicht jetzt beantwortet.

01:08:48: Dass wenn wie auch immer es ausgeht Wir gehen jetzt mal einfach nicht davon aus dass wir in einem Atomkrieg landen.

01:08:55: Wenn dann sozusagen, Sie haben ja gerade gesagt wer nicht schaffen kann der zerstört.

01:09:00: Wenn es aber ums Schaffen ginge und darum geht's hier auf.

01:09:02: wir schaffen eine Republik die sozusagen mehr dem Menschen dient als sie sich jetzt tut.

01:09:07: beschreiben Sie ja schon auch wie Sie sich das vorstellen was Sie annehmen was sinnvoll ist.

01:09:12: Was sind für Sie die wichtigsten Kernpunkte einer europäischen Republik?

01:09:15: Die sozusagen die EU hinter sich lässt Und etwas erschafft was diesem Kontinent mehr dient?

01:09:22: Nehmen wir mal die Zuschauer mit, die das Buch noch nicht kennen.

01:09:24: Aber tatsächlich, nachdem ich dann sozusagen die Geschichte andersherum erzähle und nochmal sage, wir reden von der Europäischen Republik seit ... ... ist ja mal eine Zeit.

01:09:34: Erzähl' ich in Kapitel V, glaube ich, dass wir jetzt ne europäische Verfassung schreiben?

01:09:39: Weil also kurz gesagt gehen wir halt durch zehn schlechte Jahre weil wenn erst einmal alles so zusammen kracht sind das meistens keine netten Jahre Aber dann entsteht ja wieder was.

01:09:50: Es ist wie so ein See, der kippt.

01:09:53: Der muss auch erst mal die Gärmasse bevor er wieder atmen.

01:09:57: Die Biologie erzählt uns, dass sie einen sterbenen See ... Wenn Sie noch so beatmen, kommt nicht hoch.

01:10:03: Er muss erst mal kippen und aus dem gekippten See entsteht wieder neuer See.

01:10:10: Das ist dieses hegelianische Erstmuss, das Sterben, bevor etwas werden kann.

01:10:14: Und das beschreibe ich halt, in dem ich sage die Jahre zwei Tausend Dreißig bis Zweitausend Vierzig werden ein bisschen ungemütlich auf dem Kontinent.

01:10:19: Aber eben schon gesagt aber alles was wir jetzt denken Die bessere Schule Bessere Bildungssystem oder gar keine Schule mehr.

01:10:25: YouTube Unterricht Mal ein bisschen raus aus diesem Kapitalismus ist ja auch der Zeitrennt.

01:10:30: Ja Bürgermeister New York Bürgemeister London Jetzt hier Fünfundzwanzig Prozent DIE linke Vergesellschaftung.

01:10:36: also Wir sind ja schon wieder kurz vor Ventotene.

01:10:39: Also dass die Leute nochmal klarkriegen Dass am Anfang steht eine soziale Krise Walter Benjamin, vor jeder faschistischen Periode steht eine geschreiterte soziale Revolution.

01:10:49: Und dann kommt die EU mit ihrem Binnenmarkt und Euro- und Austeritätspolitik... Die soziale Krise, deswegen ist mir diese Erzählung der Bankenkrise noch mal so wichtig auch in dem neuen Buch zu sagen.

01:10:59: Ja die Flüchtlinge, die habt ihr alle gesehen in den Straßen und in den Schulen und in Torenhallen ja?

01:11:05: Ihr habt nicht im Handelsblatt gelesen was für Trash Assets und was da eigentlich das Volksvermögen verschärbelt wurde.

01:11:11: Es interessiert halt die Leute nicht weil die Flüchtlingen kann man sehen.

01:11:13: und irgendwie so ein Trash Kredit kann man halt nicht sehen.

01:11:16: Trotz über die Bankenkrise der Beginn des Untergangs der EU klipp und klar, ja?

01:11:21: Und der Beginn des Hochkommens von der AfD.

01:11:23: Und der Beginn des Fünfzehn Prozent für Marine Le Pen.

01:11:26: Und den Beginn der PIS, die dann zweitausendfünftzehnt ins Amt kommt

01:11:29: usw.,

01:11:30: usw.

01:11:30: Mit dem Bankenkrise war der Verrat am europäischen Bürger weil wir mit Steuergeldern bankengerettet haben.

01:11:36: also blöder geht's wirklich nicht.

01:11:38: muss man kein Maxist für sein?

01:11:39: so jetzt haben sie es ja versucht mit ihrem quantitative easing.

01:11:44: zehn Jahre hat das nicht funktioniert.

01:11:45: deswegen nochmal für mich sind die Flüchtlinge ob die jetzt von den amerikanern bewusst sozusagen democracy promotion zur Zersetzung der europäischen Gesellschaften geschickt worden oder ob es nur sozusagen in Kauf genommen wurde, ist zweitrangig.

01:12:02: Aber das war natürlich eine Zersetzung der Gesellschaft und ihrem Gefüge haben wir eben schon drüber gesprochen.

01:12:09: so und in diesem Moment geht die EU einfach baden ja?

01:12:13: Und wir merken jetzt mit der Ukraine weil on top noch der Krieg für den sowieso kein Geld mehr da ist wenn in Frankreich Wir sind hier bei Niederland-Dagensmittelpreisen und bei Benzinpreis in Frankreich gibt es viele Leute, die heizen nicht mehr.

01:12:27: Also wir haben ja von der eigenen sozialen Krise hier in Europa fast noch nicht mal ein vernünftiges Gefühl.

01:12:35: wenn wir hier im Woken Berlin sitzen oder so was ich damit sagen will dann schreibe ich halt eine neue Verfassung und sage das kommt halt weg habe, glaube ich, ich weiß nicht, zwanzig Seiten oder so Verfassung geschrieben.

01:12:46: Was ist anders in meiner Europäischen Republik?

01:12:48: Ja also kurz gesagt ist die Europäische Republik das Gegenteil von der EU.

01:12:52: Sie ist von unten nach oben und sie ist nicht von oben nach unten.

01:12:55: Sie gibt alle Macht den Bürgern.

01:12:58: Sie hat ein Zweikammer-System wie jede vernünftige Demokratie, eine Bürgerversammlung – ich nenne es jetzt bewusst nicht Parlament sondern europäische Bürgerversorgung.

01:13:06: Und sie hat einen europäischen Senat.

01:13:12: Können Sie jetzt gucken, ob sie nach Russland gucken oder in dieses Regierungssystem von China oder von Amerika?

01:13:18: jedenfalls eine Region.

01:13:21: Man könnte für Deutschland sagen, Hessen, Sachsen, Rheinland

01:13:25: usw.,

01:13:27: sind ja sehr ungleich.

01:13:28: Ich habe versucht das relativ gleichmäßig zu modulieren – forty-fünf Regionen in Europa, die habe ich modelliert im Übrigen auch teilweise mit KI nach Regionen, die sozusagen über nationale Grenzen einen entweder kulturell oder und-oder wirtschaftlich geschlossenen Raum darstellen.

01:13:50: Zum Beispiel Alpenraum.

01:13:52: Da haben Sie jetzt heute Schweiz, Österreich und ein Teil von Deutschland aber eigentlich ist es der Alpenraum.

01:13:57: Relativ gleiche Kultur, alten Küche überall Berge, Alpenindustrie.

01:14:01: Schwarzmeerraum, baltischer Raum blaue Banane rein mein Gebet ja?

01:14:06: Und aus diesen Räumen mache ich Regionen.

01:14:09: Diese Regionen sind die konstitutiven Träger meiner kleinen europäischen Republiken.

01:14:17: Und es ist ein bisschen wie die Bundesrepublik, die ja auch die sogenannte Kompetenz-Kompetenz hat.

01:14:22: also wir haben ja sechzehn Bundesländer und diese sechzen Bundesländern sind eigentlich Sechzehntsäulen auf denen die Bundesreplikt Deutschland steht.

01:14:29: Ja?

01:14:29: Und eigentlich sind ja die Bundesländer die Träge der Souveränität.

01:14:34: hier hat ja der Bund bei uns.

01:14:37: Wir sind eine föderale Republik, auch nicht so viel macht.

01:14:41: Selbe gilt für Italien.

01:14:42: Die Italiener haben ja zwanzig relativ starke Regionen.

01:14:45: Apulien ... äh ... ähm ... ähhm ... äähm ... Napolitanische Region, Umbrien, Mailand und so weiter.

01:14:55: Ja?

01:14:55: Die haben auch zwanz- und relativ viele Autonomen weil es ist ja auch ne föderalere Republik Italien Österreich genauso die einzigen die sozusagen sagen wir mal zentralistische Republiken sind, die Polen und die Franzosen.

01:15:07: Damit wird aber schonmal klar – das ist mir wichtig – dass die Republik das oberste normative Ordnungsprinzip für politische Gemeinwesen ist.

01:15:18: Erst entscheidet man, dass man eine Republik werden will und dann entscheidet ob man eine föderale oder eine zentrallistische Republic haben will.

01:15:28: Natürlich müsste die Europäische Republique föderal sein.

01:15:32: Aber was meine ich mit dem Republikprinzip?

01:15:34: Und das entwickle ich ja in Länge, in den Buch.

01:15:38: Es heißt erst mal der allgemeine politische Gleichheitsgrundsatz.

01:15:42: Alle Bürger sind gleich vor dem Recht.

01:15:43: Das haben wir ja in der Bundesrepublik.

01:15:45: Wir sind ja egal ob wir aus Bayern oder Schleswig-Holstein kommen, gleich vordem Recht

01:15:49: auf dem Papier schon.

01:15:50: Auf dem Papiere.

01:15:51: aber trotzdem ist dieses Papier jetzt dann schon doch irgendwann mal wichtig, aber schreiben wir da auf!

01:15:59: Wir sind ja tatsächlich auch in der Bundesrepublik nicht unbedingt kulturell geeint.

01:16:02: Also ich komme aus dem Rheinland, ich habe mit Präusten, sag' ich mal Berlin.

01:16:05: relativ wenig am Hut, aber relativ wenig im Hut mit hier Oktoberfest und den Bayern und Dürnl

01:16:10: usw.,

01:16:11: Ja?

01:16:11: Aber was uns eint als Bundesbürger – und das ist eben der Begriff des Seedtweinitäts- und des europäischen Bürgers ist – dass das, was wir in der Bundesregierung haben, könnten wir ja modellieren für Europa.

01:16:21: Das heißt, wir sind geeint im Recht und identitär oder kultureller sehr vielfältig.

01:16:26: Es gilt ja auch für Frankreich!

01:16:27: Wir schreben heute von Frankreich.

01:16:29: Die Elsässer, die Brettonen und Kursen verstehen sich ja nicht mal untereinander.

01:16:36: Ich weiß nicht, ob Sie den Film kennen?

01:16:37: Bienvenu Cilici ist ein französischer Satire-Film.

01:16:40: Da wird irgendwie so ein Postbeamter aus Nizza, der wird versetzt in die Normandie.

01:16:45: Da kaufen ihm da seine franzisischen Freunde aus Nizzah immer Apropos und waren, kaufen ihm eine Pelzmütze ... irgendwie so ganz böse da in die Normandie muss, das ist total witziger Film.

01:16:58: Zeigt aber dass auch La Nassion et la Nassions-Français, aber guckt sich die fünfhundert Käsesorten an.

01:17:04: also da zum Blöderovernier mit dem Camembert aus der Britanie auch nicht viel zu tun ja?

01:17:08: Das heißt was ich mache in der Europäischen Republik ist Ich löse die heutigen Nationalstaaten Die löse ich auf in ihrer heutigen bestehenden Funktion.

01:17:17: Ich gebe allen europäern ihre Kultur zurück den Elsessa, den Schlesian, den Sachsen, den Rheinländern und den Kursen, den Katalan und sage Ihr gründet jetzt mal eine Region, die sozusagen ein stabiles Fundament hat.

01:17:29: Die euch kulturell wirtschaftlich in einem Alpenraum usw.

01:17:32: eint und diese forty-fünf Regionen begründen dann die Europäische Republik.

01:17:38: Und die Europäischen Republik macht selber nur sehr wenig sondern heute ist ja umgekehrt.

01:17:42: Heute kümmert sich die EU um... wie heißt das da?

01:17:44: Diese Schlusskapseln an den oder um irgendwelche Leuchtmittel, also nur um das kleine.

01:17:50: Aber das große kriegt Europa nicht hin, weder Krieg noch Frieden, Diplomatie, KI kriegt auch alles nicht hin.

01:17:56: Das was wir aber bräuchten, natürlich eine europäische KI, wir bräuchen Außenpolitikhandel... Also die großen Sachen soll ja Europa machen.

01:18:03: weil soll das?

01:18:04: Malta, Luxemburg macht ja keinen Sinn.

01:18:06: Aber die kleinen Sachen gehen alle zurück inklusive Landwirtschaft und so weiter.

01:18:09: Also habe ich nur sechs europäischer Ministerien und nicht mehr siebenundzwanzig Kommissare.

01:18:15: Das Ganze ist dezentral, subsidiär, sozialdemokratisch.

01:18:20: Ich begründe den allgemeinen Bündchen Gleichheitsgrundsatz für alle europäischen Bürger – die sind dann Bürger der Europäischen Republik!

01:18:26: Damit mache ich diese Pass-Hülle, die wir hier haben... Wir sind ja heute Bürger der Bundesrepublik Deutschland mit so einer bordo-roten Hülle.

01:18:32: Ich mach' die Hülla also zum richtigen Pass….

01:18:34: Wir sind Bürger der EU.

01:18:37: Aber alle sind eine Stufe drunter El Sesa Corsen, was auch immer jedenfalls in ihrer Region.

01:18:43: Und mache dann am Ende... Also dafür schreibe ich eine Verfassung die das genau funktionieren kann.

01:18:47: Ich habe auch die Wahlkreise schon berechnet über uns auch ein bisschen mit KI.

01:18:52: Sechshundertzweinneunzig-Wahlkreise.

01:18:54: Jeder kann nur einen Jahr also eine Legislaturperiode haben komplett gegen jede Korruption.

01:19:00: ja keine sozusagen dauerhaft Mandate.

01:19:03: Ich hab auch keine Hauptstadt mehr kein Brüssel mehr sondern ein Hauptstadt verbunden.

01:19:06: jedes Ministerium ist sozusagen Bilbao ist meine Kulturhabstadt zum Schutz der europäischen Kulturgüter, weil Bilbaos so wunderschön ist.

01:19:15: Münster ist Hauptstadt des Außenministeriums, weil da der westfälische Frieden gemacht wurde außer dass jetzt die NATO diesen Preis bekommt.

01:19:23: So jedenfalls ist es irgendwie.

01:19:24: ich sage mal Sie können natürlich sagen das ist Pipilanstrumpf ja aber Ich habe versucht es plausibel zu halten wie den Da Vinci Kot.

01:19:33: Ja, das war schon so ein bisschen... Sie lesen den Da Vinci Code und denken wie war das jetzt mit Maria Magdalena?

01:19:39: Also dann am Ende mache ich ja die KI.

01:19:44: Und gebe der KI mein Modell.

01:19:46: Und sage der KI, so pass mal auf liebe KI.

01:19:49: hier hast du die EU-Siebundzwanzig und hier hast Du meine Europäische Republik.

01:19:53: Jetzt rechnen wir beide hoch bis zwei tausendfünfvierfünfundvierzig.

01:19:57: Wer hat welches wirtschaftliche Ergebnis Und wer hat welche Außenbeziehungen zu China, USA und Russland?

01:20:05: Und die KI sagt eindeutig.

01:20:08: Die EU hat genau keine Chance.

01:20:10: Und die Europäische Republik hat wenigstens Fünfzig-Fünftig-Chance.

01:20:14: Da sage ich doch mal völlig entspannt.

01:20:16: also wenn wir jetzt hier auf dem europäischen Kontinent vierhundertfünfzig Millionen Leute sind sagen okay also EU hat Nullchance der Europäischer Republic wenigstess fünfzig Prozent.

01:20:25: ja haben wir da noch eine Wahl oder haben wir dann noch ne Wahl?

01:20:30: Aber Sie halten auch für diese Europäische Republik an der Einheitswährung Eurofest, richtig?

01:20:37: Können das auch gerne anders nennen.

01:20:38: Also

01:20:39: eine Einheits-Währung für den ganzen Währungsraum...

01:20:41: Also ich sag mal, das Buch war jetzt kein Platz um nochmal die dahintergehenden philosophischen Fragen zu stellen.

01:20:48: Ja also man kann ja mit einem Buch immer eigentlich nur einmal so ein Argument machen.

01:20:52: Es wäre ne ökonomische Frage eher, was es sind, dass alle Länder dazu sagen, alle Menschen in die gleiche Währung teilen.

01:20:58: Na ja, also die andere Frage ist was ist Währung heute noch?

01:21:01: Brauchen wir gar Bargeldjahr?

01:21:03: Nein.

01:21:03: Also wenn Sie das vernünftig ausbuchstabieren wollten dann müsste ich die Frage beantworten, was ist eigentlich Geld?

01:21:12: Was ist Fiat-Geld?

01:21:13: Können wir das abschaffen?

01:21:15: Wir können auch mit Muscheln bezahlen.

01:21:17: brauchen wir irgendwie so eine Währungsseinheit, die wir uns dahin und her schieben oder ist es jetzt wirklich das elektronische Zentralbankgeld und so weiter?

01:21:24: Und das wollte und konnte ich in diesem Buch nicht machen, weil ich nur den Rahmen setzen wollte.

01:21:30: Wir kommen durch das, wodurch wir gehen.

01:21:32: jetzt – es war am Anfang mein Statement – nur gemeinsam raus!

01:21:36: Dafür mache ich einen Entwurf.

01:21:38: Insofern ist das für mich nicht unbedingt eine Detailfrage.

01:21:41: Ich hänge auch nicht am Euro.

01:21:42: Wir müssen uns auch nicht Euro nennen.

01:21:43: Wir können's doch Muscheln nennen, ja?

01:21:45: Wir können uns überlegen ob wir die weglassen.

01:21:47: Jedenfalls habe ich gesagt, wir machen erst doch nochmal Bargeld aber wir machen ja ne Währungsreform.

01:21:52: Ich habe meine Währungsreform vorgeschlagen, damit wir diese ganzen Kriegskredite da loswerden.

01:21:56: Es wird ja so ein bisschen wie nach Versailles, dass wir mal sechs Nullen aus dem System schreiben... Also wenn Milochchon in Frankreich schon sagt il faut brûlés la dette!

01:22:05: Wenn man die Europäischen Schulden gleich mit verbrennt.

01:22:08: Worum es minot geht ist das wir, wenn wir eine politische Einheit werden wollten in Europa dann sollten wir einen Zahlungsmittel haben und einen Zahlungsmittel in der Welt.

01:22:20: wieder Dollar wie jetzt der Bricks-Dollar, der jetzt gemacht wird.

01:22:24: Der einfach eine gewisse Macht hat.

01:22:27: Das war die Idee.

01:22:29: Ob wir das Euro nennen?

01:22:32: Und so regional und autonom wie möglich würde auch bedeuten dass die Region vielleicht ihre eigene Währung instadieren können.

01:22:38: Ja oder auch parallel?

01:22:39: Oder auch parallel, das habe ich ja glaube ich auch geschrieben weil sie nicht aufs geschrieben haben aber jedenfalls hab ich es an einer Stelle mal gedacht.

01:22:45: aber die Chemnitzer oder so es gibt da heute.

01:22:46: Genau.

01:22:47: Oder Chiemsee heißt das.

01:22:49: Kann ja sein also habe ich nichts dagegen.

01:22:52: Die Frage wäre nur wenn sozusagen dann meine europäische Republik auftritt in der UNO oder in den zukünftigen multipolaren Welt wär's schon praktisch dass wir da ein paar Symbole haben oder eben auch sozusagen Swap Agreements machen können mit dem künftigen Bricks-Dollar und so weiter.

01:23:09: Wenn irgendwie die Leute im Alpenraum entscheiden, dass sie jetzt wieder mit Kristallen ihre Geschäfte abwickeln wollen gerne.

01:23:18: Also ich bin ja auch irgendwo... also ist ja die Frage Tauschwirtschaft.

01:23:23: was war das eigentlich?

01:23:24: Da könnte man wirklich viel darüber sagen und noch ein anderes Buch schreiben.

01:23:28: Das waren mir wie gesagt an der Stelle nicht wenig.

01:23:31: Ich würde gerne zum Schluss noch auf eine Frage stellen, welche es immer tun in meinen Gesprächen.

01:23:35: Ob's Ihrer Meinung noch was zu sagen gibt zur Europäischen Republik?

01:23:40: Vielleicht zu unserem Kontinent Europa, das Ihnen noch am Herzen liegt.

01:23:43: als Letztes sozusagen für unsere Zuschauer und Zuschauerinnen, was wir vielleicht auch noch nicht so ausgeführt haben aber eigentlich wichtig ist

01:23:48: z.B.?

01:23:50: Ja, was mir wichtig ist, dass wir als Europäer vor dem Hintergrund unserer Kultur Athen, Jerusalem, Rom, zweieinhalb Tausend Jahre Geschichte zu verlieren haben.

01:24:02: Wir haben das so verlieren.

01:24:05: Es kann auch Zivilisationen können sterben und ich habe große Sorge, dass wir auch über die Verdrehungen unserer Philosophie ja deridadekonstruismus was immer woke postmoderne Gedönsja Die uns ja die Köpfe verquält hat Dass wir unseren eigenen Zugang zu unserer Kultur.

01:24:29: damit meine Ich auch ganz bewusst Kultur, die aus dem Christentum entstanden ist und dann auch also zum Beispiel einfach die Egalität.

01:24:37: Gleichwertigkeit – nicht Gleichheit!

01:24:40: Niemand ist gleich.

01:24:41: Jeder hat einen Unterschied mit allen einzigartigen Fingerabdrucker.

01:24:44: Wir sind natürlich alle gleichwärtiger.

01:24:46: im christlichen Sinne hat jeder einen Bauchnabel des Jeden Kind Gottes im sozialistischen Sinne oder im republikanischen Sinne.

01:24:54: Aller Menschen sind geboren frei und gleich an Würde und Rechten.

01:24:57: es ist ein europäischer Satz Es ist der europäische Satz.

01:25:02: Das ist die allgemeine Erklärung des Menschenrechts, in den U.N.-Karter.

01:25:13: Die Republik ist das Juwel der Europäischen Geistesgeschichte, eine Ordnung zum Wohle aller Menschen – was ganz anders als Demokratie ist.

01:25:24: wo ich auch kannte und alles noch mal zitiere als Toteles, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Demokratie als Form?

01:25:30: Wir wollen alle wählen.

01:25:30: Ja okay, die der Erden auch gewählt ja!

01:25:33: Was ist Republik?

01:25:34: eine Ordnung, die für alle gut ist?

01:25:35: Und von diesem Hintergrund nochmal drüber nachzudenken... ...the Chinese People's Republic – ist das eigentlich so blöd, was die Chinesen da

01:25:42: machen?!

01:25:42: Die haben immerhin in den letzten zwanzig Jahren achthundert Millionen Leute aus Poverty geholt….

01:25:47: …und dann stellen wir uns hin und sagen ihr seid blöde Diktaturen.

01:25:50: So, das diskutiere ich alles in meinem Buch, was ich aber nochmal im Satz Wir haben so viel zu verlieren als Europäer.

01:25:58: Jeder, der mal ein bisschen gereist ist ... Die Städte hier!

01:26:01: Die Schätze hier... die Museen, die Kirchen aber nicht nur das unsere Wälder, die Kuckucks-Uhr, die Marktplätze, die Dorfeiche was auch immer Hexen ja?

01:26:14: Was auch immer sie unter Märchen Kultur verstehen wir können das auch verlieren und davor habe ich große Angst.

01:26:23: Und nicht nur ich, ich darf sagen... Ich war jetzt gerade in Istanbul.

01:26:26: Ich habe eine große Konferenz gemacht über einen Iraner-Leute aus dem Oman, Russen, Wasseroma aus Südafrikaner.

01:26:32: Die sagen wirklich wo seid ihr?

01:26:35: Das ist wie James Dean!

01:26:36: Kennen Sie diesen Film ja?

01:26:37: Zwei die kennen sie James Dean ne?

01:26:39: Denn sie wissen nicht was sie tun die da.

01:26:41: Weil es ist genau so die Situation.

01:26:43: das ist ja so ein Männerding da keiner will bremsen um nicht feige zu sein und dann fliegen sie beide über den Abgrund.

01:26:48: wir sind genau da Auch jetzt hier mit Ukraine, keine gesichtswahrende Lösung.

01:26:53: Ich will doch nicht feige sein.

01:26:54: Aha!

01:26:55: Ich raste da lieber, der wird schon

01:26:56: bremsen.".

01:26:56: Ja?

01:26:57: Das ist was wir machen, denn Sie wissen nicht, was sie tun.

01:27:00: Da sind wir als Europäer.

01:27:01: Davor habe ich eine große, große Angst.

01:27:03: Ich hab zwei Söhne, die wohnen in Paris, thirty- drei und fünf Jahre, beide gerade verheiratet.

01:27:09: Ich möchte Enkel, möchte dass die hier wohn können, möchte nicht das die nach El Salvador oder Thailand gehen müssen.

01:27:15: Können sie natürlich auch aber... Hier ist auch schön.

01:27:19: Wir haben was zu bewahren, was zu schützen und was zu geben.

01:27:23: Darum geht's mehr mit Europa und dem Buch.

01:27:26: Dann

01:27:28: würde ich es bei den bewegenden Schlusswort erst mal lassen und danke Ihnen für Ihre Perspektive.

01:27:34: Gerne!

01:27:35: Und danke dass Sie mir viel Zeit eingeräumt haben.

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